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07. April 2000 | Allgemeines

Regionale Online-Portale bei T-Online

Kooperationsgespräche mit Zeitungs- und Adressbuchverlagen

In der Sitzung der BDZV-Arbeitsgruppe Elektronisch Publizieren/Multimedia am 3. April in Düsseldorf unter Leitung von Dr. Richard Rebmann, Verleger und Geschäftsführer der Schwarzwälder Bote Mediengesellschaft, war die Abwägung der Chancen und Risiken einer Kooperation mit T-Online eines der zentralen Diskussionsthemen.

Hintergrund der Diskussion ist die Strategie von T-Online, neben dem bekannten zentralen Portal des Online-Dienstes eine komplette Portalfamilie aufzubauen, bestehend aus einem Brokerage-Portal in Zusammenarbeit mit Comdirekt, einem Fun-Portal, einem Shopping-Portal und einem Regional-Portal. Wie Wolf-Dieter Wust, als Account Manager bei T-Online für den Verlagsbereich zuständig, in der Sitzung berichtete, strebe man für das Regional-Portal Kooperationen mit den führenden Informationsanbietern der Region an, die üblicherweise unter den Zeitungs- oder Adressbuchverlagen zu finden seien. Dabei gelte das Prinzip "Content gegen Traffic", das heißt, der Content-Kooperationspartner liefert redaktionelle Inhalte und erhält dafür ab dem dritten beziehungsweise vierten Click des Nutzers zusätzliche Nutzerzugriffe (Traffic) auf seinem Online-Angebot. Als weiteren Vorteil für die Verlage führte Wust an, dass eine gemeinsame Vermarktung der regionalen T-Online-Seiten stattfinde, da zwei Bannerplätze national über T-Online und zwei Bannerplätze regional durch die Content-Kooperationspartner vermarktet würden.

In der anschließenden Diskussion berichteten die Verlage, die bereits Kooperationsgespräche mit T-Online führen, dass für sie das Hauptmotiv darin liege, branchenfremden lokalen Konkurrenten durch die Platzierung auf T-Online ungeahnte Zuwächse zu verwehren. Zum anderen wiesen die Verlage darauf hin, dass diese Kooperation ihnen die Möglichkeit biete, von dem nach wie vor hohen Zuwachs an T-Online-Kunden zu profitieren. Da es sich bei den T-Online-Nutzern meist um Neukunden im Internet handelt, sehen die kooperierenden Verlage die Chance, die Internet-Anfänger der Region auf diesem Weg an das verlagseigene Online-Angebot zu binden. In der Diskussion wurde aber auch darauf hingewiesen, dass es für T-Online nur durch Kooperation mit Verlagen möglich sei, sich als Inhalteanbieter zu profilieren und die eigene Marke zu stärken. Man müsse sich daher die Frage stellen, ob T-Online mittelfristig noch auf die redaktionellen Kooperationspartner angewiesen sei, wenn die regionalen Portale einmal erfolgreich im Markt etabliert sind.



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