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14. März 2013 | Allgemeines

Regional investieren - national kooperieren

Konferenz „Anzeigengeschäft im Umbruch“ mit 130 Teilnehmern in Berlin

Das Anzeigengeschäft der Zeitungen steht vor den größten Veränderungen seit Jahrzehnten: Im Lokalen müssen sich die Verlage gegen Wettbewerber wie Facebook, Google oder Qype behaupten; national werbungtreibende Unternehmen und Agenturen wiederum verlangen immer bessere Werbewirkungs-nachweise und neue Angebotsformen.

Dies sind zwei der Kernbotschaften bei der Konferenz „Anzeigengeschäft im Umbruch“, die am 12. und 13. März 2013 in Berlin stattfand. Bei der von BDZV und Weltverband der Zeitungen und Nachrichtenmedien (WAN-IFRA) organisier­ten Veranstaltung zeigten sich die Experten einig: Die Zeitungen müssen regional in ihre Marken investieren und national kooperieren - auch mit anderen Mediengattungen. „Mediaentscheider buchen heute nicht mehr Medien, sondern Ziel­gruppen“, analysierte etwa der Mediaplaner Thomas Koch die Situation vor mehr als 130 Teilnehmern aus Deutschland, Österreich, der Schweiz, den Niederlanden und Großbritannien.

Dabei hätten die Zeitungen gute Chancen: Gerade die Regionalverlage hätten, so Koch, „die gebildetsten, kaufkräftigsten und wertvollsten Print- (und Online-) Leser aller Zei­ten“. Um jedoch auch weiterhin im regionalen Geschäft zu punkten, müssten die Verlage in die redaktionelle Qualität investieren: „Erklären Sie mehr, ordnen Sie Sachverhalte ein und bieten Sie Orientierung.“ Nur so blieben die Zeitungen eine unverzichtbare Instanz für die Gesellschaft.

Wie nationale Kooperationen aussehen könn­ten, präsentierten die Geschäftsführer der Anzei­genverbunde Medienhaus Deutschland und Niel­sen-BallungsRaum-Zeitungen, Matthias Schön­wandt und Sven Holsten. Ziel beider Vermark­tungsorganisationen sei es, in den kommenden Jahren im „intermedialen Vergleich die Stärken der Gattung Zeitung hervorzuheben“. So beach­teten gut 80 Prozent der Leser mehr als die Hälfte ihrer Zeitung und investierten knapp 40 Minuten pro Tag in die Lektüre. „Wer Zeitung liest, schaltet den Kopf ein und nicht nur ein Ge­rät“, analysierte Schönwandt, „und das müssen wir auch der werbungtreibenden Wirtschaft noch besser vermitteln.“

Weitere Schwerpunkte der Konferenz waren unter anderem Konzepte für regionale Special-Interest-Titel, Fragen zur Aus- und Weiterbildung sowie die Potenziale der nachfrageorientierten Anzeigenpreisgestaltung, dem sogenannten Yield Management. Dieser vor allem von Fluglinien seit Langem erfolgreich praktizierte Ansatz habe auch der Telegraaf Media Groep in Amsterdam bereits zu signifikant höheren Online-Umsätzen verhol­fen, wie Telegraaf-Manager Martin van der Meij berichtete. Fotos von der Konferenz finden sich unter www.bdzv.de.

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