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18. Dezember 1998 | Allgemeines

Redakteursbeiträge in Online-Objekten von Zeitungen sollen vergütungsfrei bleiben

Keine Einigung mit Journalistengewerkschaften

Bei der Frage, ob die Verwertung eines Redakteursbeitrags aus dem Printobjekt im Online-Angebot einer Zeitung zusätzlich vergütet werden muß, konnte bei einem Sondierungsgespräch am 14. Dezember 1998 in Frankfurt zwischen dem BDZV und den Journalistengewerkschaften keine Annäherung erzielt werden.

Nach Auffassung der Gewerkschaften soll die Nutzung nur dann vergütungsfrei bleiben, wenn die Tätigkeit für das Online-Objekt zu den arbeitsvertraglichen Pflichten des Redakteurs gehört. Demgegenüber vertreten die Verleger die Auffassung, daß die Nutzung der Rechte in Objekten (einschließlich ihrer digitalen Ausgaben), für die der Redakteur nach Maßgabe seines Arbeitsvertrags tätig ist, vergütungsfrei erfolgen kann. Ist also der Online-Dienst dem Printobjekt zurechenbar, kann der Redakteur keine weitere Vergütung verlangen. Eine entsprechende Formulierung hatten die Gewerkschaften mit den Zeitschriftenverlegern bereits vereinbart. Der BDZV wird in seinen zuständigen Gremien prüfen, ob der gesamte Abschluß des Verbands Deutscher Zeitschriftenverleger mit den Gewerkschaften auch für den Tageszeitungsbereich übernommen werden kann.

Das Sondierungsgespräch fand im Rahmen der Verhandlungen über die tarifliche Urheberrechtsregelung statt. Kontrovers diskutiert wird dabei nicht der Umfang der Rechteübertragung: Hier sind die Gewerkschaften bereit, zuzubilligen, daß die Verlage die Verwertungsrechte umfassend erwerben. Unterschiedliche Auffassungen bestehen dagegen darüber, in welchen Fällen der Redakteur einen zusätzlichen Vergütungsanspruch hat, wenn sein Beitrag weiter verwertet wird.

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