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10. Februar 1999 | Allgemeines

radio NRW und BG-Verband fordern radio NRW 2

Gutachten: Lokaler Hörfunk benachteiligt bei Frequenzen

In lediglich 27 von 46 Verbreitungsgebieten des lokalen Hörfunks in Nordrhein-Westfalen können mehr als 90 Prozent der Bevölkerung ihr Lokalfunk-Programm in einwandfreier Qualität hören.

Unter den Bedingungen des mobilen Empfangs (Autoradio) sind sogar nur 13 Verbreitungsgebiete mit einwandfreier Empfangsqualität versorgt. Dagegen ist bei fast allen Hörfunk-Programmen des WDR landesweit eine sehr gute stationäre Versorgung festzustellen. Auch unterwegs im Auto sind diese Programme von über 80 Prozent der Bevölkerung störungsfrei zu empfangen.

Zu diesen Ergebnissen kommt ein Gutachten über die "Versorgungssituation UKW-Hörfunk in Nordrhein-Westfalen", das von der Landesanstalt für Rundfunk Nordrhein-Westfalen (LfR) in Kooperation mit radio NRW und dem Verband der Betriebsgesellschaften in Nordrhein-Westfalen (BG-Verband) bei der L & S Hochfrequenztechnik GmbH und der Deutschen Telekom AG in Auftrag gegeben wurde. Die Analyseergebnisse zeigen deutliche Nachteile für die Versorgungssituationen und auch für die Frequenzausstattung des lokalen Hörfunks im Vergleich zu den Programmen des WDR. Dabei sind auch deutliche Mehrfachversorgungen bei allen WDR-Programmen festgestellt worden.

Um eine Verbesserung der Situation des Lokalfunks zu erreichen, hat Wolfgang Hahn-Cremer, Vorsitzender des Ausschusses für lokalen Rundfunk der Rundfunkkommission der LfR vorgeschlagen, einen "Runden Tisch" für eine UKW-Versorgungsplanung in Nordrhein-Westfalen einzurichten, an dem der WDR, das DeutschlandRadio, die Deutsche Telekom AG und die LfR beteiligt sein sollten.

Hartmut Gläsmann, Geschäftsführer von radio NRW, geht davon aus, daß das Gutachten über die Frequenzsituation dazu beitragen kann, die Hörfunklandschaft in NRW weiterzuentwickeln. "Der WDR kann ohne nennenswerte qualitative Versorgungseinbußen auf Frequenzen verzichten. Das würde helfen, die Versorgungslage einzelner Lokalradios deutlich zu verbessern". Darüber hinaus zeige das Gutachten, daß es frequenztechnisch möglich sei, ein landesweites privates radio NRW 2 mit Vollprogramm neben den faktisch sechs WDR-Programmen auszustrahlen, so Gläsmann.

Der Geschäftsführer des BG-Verbands, Udo Becker, hat ebenfalls ein neues landesweites privates Hörfunkprogramm gefordert: "Dem WDR-Hörfunk steht im Unterschied zum Lokalfunk nur ein historisch erklärbares Übermaß an leistungsstarken Frequenzen zur Verfügung. Großzügige Frequenz-Mehrfachversorgung für alle Hörfunkprogramme des WDR sind die Folge. Die Mehrfachversorgung und die Ausstrahlung der WDR-Programme mit hohen Sendeleistungen sind verantwortlich für die technischen Versorgungsdefizite des Lokalfunks. Hier ist dringend Abhilfe geboten. Das Gutachten zeigt auch, daß für die Grundversorgung durch den WDR nicht benötigte Hörfunkfrequenzen durchaus vorhanden sind. Dieser Frequenzüberschuß sollte im Interesse der dualen Rundfunkversorgung in Nordrhein-Westfalen schnellstens abgebaut werden. Freiwerdende Frequenzen ließen sich sinnvoll nutzen für ein neues landesweites privates Hörfunkprogramm radio NRW 2, das als Ergänzung des Lokalfunks zu dessen Finanzierung beitragen könnte."

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