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31. Oktober 1997 | Allgemeines

Qualität bedeutet ständige Arbeit am Produkt

Redakteure und Marketingspezialisten brauchen den Dialog

Angesichts neuer Expansionen im Medienmarkt und einer damit verbundenen möglichen Umverteilung des Medienbudgets der Bürger appellierte BDZV-Präsident Wilhelm Sandmann an die Zeitungsmacher, die Stärken des eigenen Mediums noch effektiver auszuspielen.

Es sei völlig falsch, zu warten, bis der Medienkonsument von der neuen Fernsehkost gesättigt sei. Die Zeitungen müßten noch stärker auf die sachliche Information setzten. Ein übertriebenes Infotainment weise in die falsche Richtung. "Wir müssen die Menschen davon überzeugen, daß es unverzichtbar ist, eine Zeitung zu kaufen und zu lesen." Dabei entscheide vor allem der Nutzwert und damit die Qualität des Produkts über den Erfolg. Dabei sei selbstverständlich, daß neben der ständigen Arbeit am Produkt eine permanente Beobachtung des Marktes und ein offensives Marketing stattfinden müßten. Vor diesem Hintergrund bekomme das Wort "Dienstleistung" eine neue Bedeutung: Zeitungen müßten künftig noch mehr Dienstleister sein und ihre "Kundenfreundlichkeit" weiter steigern. Dies sei ein wichtiger Teil der "Qualitätsoffensive für die Zeitung".

 

Sandmann stellte klar: In journalistischen Fragen hat die Redaktion das Wort; selbst die ausgefeilteste Marketingstrategie könne journalistische Kompetenz nicht ersetzen. Entsprechende Fehlentwicklungen gebe es beim privaten Fernsehen, wo die Marketingabteilungen zunehmend die Rolle des Drehbuchschreibers und des Regisseurs übernähmen, damit am Ende die Quote stimme. Sandmann wörtlich: "Was für eine düstere Vision."

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