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12. November 1998 | Ausland

Protest gegen verdeckte Zensur in Algerien

Sieben internationale Nichtregierungs-Organisationen (NGO) haben am 4. November 1998 in einer gemeinsamen Erklärung die Zensurmethoden der algerischen Regierung verurteilt und gefordert, den Druckboykott sofort zu beenden sowie Herstellung und Vertrieb der unabhängigen Zeitungen Algeriens nicht weiter zu behindern. Ferner appellierten die Organisationen an alle algerischen Medien, "solidarisch gegen diese Zensur anzugehen, die es nicht wagt, ihren Namen zu nennen". Wie die Menschenrechtsorganisation "Reporter ohne Grenzen" dazu mitteilt, verweigern die staatlichen Monopolbetriebe Algeriens seit dem 17. Oktober 1998 den Druck der Tageszeitungen "El Watan", "La Tribune", "Le Matin" und "Le Soir d'Algerie". Offiziell werde dies mit der Forderung nach sofortiger Begleichung ausstehender Schulden begründet. Doch werde auch den zahlungsbereiten Zeitungen die Genehmigung zum Wiedererscheinen verweigert. "Reporter ohne Grenzen" weist in diesem Zusammenhang darauf hin, daß in den vergangenen Jahren durch solche Methoden bereits mehrere Zeitungen zur Schließung gezwungen wurden. Die Unterzeichner der gemeinsamen Erklärung sind: Article 19 (London), die Internationale Journalistenvereinigung (Brüssel), die Internationale Liga für Menschenrechte (Paris), der Internationale PEN (London), das Internationale Presse Institut (Wien), das World Press Freedom Committee (USA) sowie das Internationale Sekretariat von Reporter ohne Grenzen (Paris).

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