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12. Oktober 2017 | Namen und Nachrichten

Privatradioverbände: Strukturberichte von ARD und DLF sind Augenwischerei

VPRT_apr_Logo.jpgDie Arbeitsgemeinschaft Privater Rundfunk (APR) und der Verband Privater Rundfunk und Telemedien e.V. (VPRT) werfen ARD und Deutschlandradio vor, mit ihren veröffentlichten Berichten zu Auftrag und Strukturoptimierung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks im Bereich des Radios „vollkommen illusorische Einsparpotenziale aufzuzeigen und die Existenzgrundlagen der privaten Radioangebote in Frage zu stellen“. Das teilten die Organisationen in einer gemeinsamen Erklärung mit.

Klaus Schunk, Vorsitzender des Fachbereichs Radio und Audiodienste des VPRT und Geschäftsführer von Radio Regenbogen: „Das, was die öffentlich-rechtlichen Kollegen da präsentiert haben, ist Augenwischerei.“ Hinsichtlich der Pläne, UKW-Frequenzen abzubauen, erklärte er, ARD und Deutschlandradio spielten ein falsches Spiel gegenüber der Politik, wenn sie im Bereich der UKW-Verbreitung kurzfristige Einsparpotenziale in zweistelliger Millionenhöhe aufzeigten. „Die UKW-Verbreitung bedeutet für die Privaten ihre Existenzgrundlage. Dies einfach auszublenden, heißt, das duale Radiosystem in Deutschland in Frage zu stellen.“ Gleichzeitig wies Schunk erneut auf die „eklatante und historisch gewachsene Frequenzunterversorgung der Privaten im Vergleich zu den öffentlich-rechtlichen Radioangeboten“ hin.

Der APR-Vorsitzende Felix Kovac kritisierte, dass die ARD statt Sparvorschlägen die Forderung nach „staatlich verordnetem Verdrängungswettbewerb“ präsentiere. „Wir stehen Sparbemühungen der Anstalten nicht im Wege“, so Kovac, „aber warum muss dafür den Privatradios der mit Abstand meistgenutzte Vertriebsweg durch politischen Zwang genommen werden?“ Kovac wies darauf hin, dass die zukünftige „Einsparung“ bei den Anstalten mit bislang 650 Millionen Euro für DAB-Projekte verkauft werde – „nur für die Anstalten, kein Cent für die Privaten“.

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