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30. Januar 2008 | Allgemeines

Privatradios kritisieren KEF-Gebührenvorschlag

Mittel für digitales Radio werden gestrichen

Mangelndes Verständnis für die Gattung Radio kritisiert Felix Kovac, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Privater Rundfunk (APR), am neuen Bericht der Kommission zur Er¬mittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkan¬stalten (KEF).

Die Entscheidung, für die Zukunft des digitalen Radios die Mittel zu streichen, habe konkrete Auswirkungen auch auf die Privatradios, sagte Kovac am 22. Januar 2008. Wer wie die KEF die Bedeutung der terrestrischen Verbreitung des Hörfunks relativiere und stattdessen auf „MP3-Player, Podcast etc.“ verweise, habe die Leistung der Gattung Radio nicht verstanden. „Radio ist mehr als die Endlosschleife von MP3-Dateien im Kopfhörer, Radio ist ein Tagesbegleiter, Radio schafft Vielfalt im Lokalen und Regionalen und bietet Service“, betonte der APR-Vorsitzende.

Kovac verwies in diesem Zusammenhang auf die „Mainzer Erklärung“ von ARD, APR und Deutschlandradio, wonach im Jahr 2009 das neue digitale Radio auf den Frequenzen gestartet werden soll, die 2006 von der Genfer Wellen­konferenz RRC06 Deutschland zugewiesen wur­den („BDZV Intern“ berichtete). Auch hat die KEF aus Sicht der APR ihre Kompetenzen überschrit­ten, wenn sie die von den Praktikern angestrebte verbesserte Norm DAB+ ablehnt: „Die KEF ist kein Gremium, das zu industriepolitischen Ent­scheidungen befugt ist“, kritisierte Kovac.

Obendrein verhalte sich die KEF widersprüch­lich, wenn sie einerseits den von der Radiobran­che vorgesehenen neuen Standard DAB+ ab­lehne, weil es noch sehr wenig Endgeräte gebe, andererseits aber den Hörfunk auf die DVB-Fern­seh-Normen verweise, die allerdings „für diesen Zweck erst noch zu optimieren“ seien. Für das DVB-Fernsehen gebe es nämlich „keine brauch­bare Norm“ und Endgeräte existierten „noch nicht mal auf dem Papier“, betonte die APR.

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