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23. Oktober 2002 | Allgemeines

Private Rundfunkanbieter fordern Werbeverbot für ARD und ZDF

Auch ungezügelte Expansion der Online-Angebote soll begrenzt werden

Die privaten Rundfunkanbieter haben angesichts des Einbruchs ihrer Erlöse ein Werbeverbot für ARD und ZDF gefordert. Die wachsende Schere zwischen den Gebühreneinnahmen der öffentlich-rechtlichen Anstalten und den Werbeeinkünften der privaten Sender stelle das duale Rundfunksystem in Frage, erklärte der Präsident des Verbands Privater Rundfunk und Telekommunikation (VPRT), Jürgen Doetz, am 14. Oktober 2002 in einem Brief an die Ministerpräsidenten der Länder.

Während ARD und ZDF vor zwei Jahren noch über sieben Milliarden Euro als Rundfunkgebühren verfügten, seien für dieses Jahr bereits 7,5 Milliarden veranschlagt, kritisierte Doetz. Im selben Zeitraum seien Nettowerbeerlöse der Privaten von sieben Milliarden Euro (2000) auf voraussichtlich 4,3 Milliarden Euro (2002) zurückgegangen. Dadurch seien die privaten Sender zu drastischen Sparmaßnahmen gezwungen.

 

Weiter forderte Doetz, auch die „ungezügelte“ Expansion des Online-Angebots der Öffentlich-rechtlichen zu begrenzen. Gleichzeitig kündigte der VPRT-Präsident juristische Schritte gegen die Steuerbegünstigung von ARD und ZDF an. Bei ihrer nächsten Sitzung am 23. Oktober sollten die Ministerpräsidenten der Länder die Weichen für die Rettung des dualen Rundfunksystems stellen. Eine Abschaffung der Werbung bei den Öffentlich-rechtlichen hatte am 13. Oktober 2002 auch der Chef der Bayerischen Staatskanzlei, Erwin Huber, gefordert.

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