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26. März 1997 | Allgemeines

Printmedien in Österreich gewinnen am Werbemarkt

Elektronische Medien verlieren Marktanteile

Printmedien, vor allem Magazine und Illustrierte, waren im vergangenen Jahr in Österreich die großen Gewinner im Kampf um den Werbekuchen. Auch die Tageszeitungen legten etwas mehr als der Gesamtmarkt zu. Dagegen mußten Hörfunk und Fernsehen Verluste verzeichnen.

Wie das "Handelsblatt" in Düsseldorf berichtet, dürfte der Werbeaufwand in Österreichs Medien im vergangenen Jahr um 4,5 Prozent auf 16,6 Milliarden Österreichische Schillinge (rund 2,3 Milliarden Mark) gestiegen sein, womit die Zuwachsrate der des Jahres 1995 entspreche. Allerdings habe es beträchtliche Verschiebungen zwischen den einzelnen Werbeträgern gegeben: Den stärksten Zuwachs verzeichneten die Magazine und Illustrierten, die ihre Werbeerlöse um 12,4 Prozent auf 2,9 Milliarden Österreichische Schillinge (400.000 Mark) steigern konnten. Verantwortlich sei dafür der anhaltende Erfolg der wöchentlichen Politillustrierten "News", aber auch das vom News-Verlag 1995 neu auf den Markt gebrachte wöchentliche Medienmagazin "TV Media" gewesen. Die Tageszeitungen steigerten ihre Werbeeinnahmen um 4,8 Prozent auf knapp 5,4 Milliarden Schillinge (770.000 Mark); dagegen hätten regionale Wochenzeitungen nur etwa 2,2 Prozent Wachstum verzeichnen können. Auf der Verliererseite standen in Österreich die elektronischen Medien: Während das Fernsehen mit plus 2,9 Prozent auf 3,8 Milliarden Schillinge immerhin noch Zuwächse - wenn auch deutlich unter dem Marktwachstum - verzeichnen konnte, verlor der ORF-Hörfunk 4,7 Prozent seiner Werbeeinnahmen im Vergleich zu 1995. Zu den Gewinnern gehörte im vergangen Jahr auch die Außenwerbung mit einem Zuwachs von 6,9 Prozent auf knapp 1,2 Milliarden Schillinge.

Deutlicher sind die Verschiebungen bei den Marktanteilen zu erkennen: Hatte das ORF-Fernsehen 1994 noch einen Anteil von 26 Prozent am Werbekuchen gehabt, so sind es 1996 nurmehr 23 Prozent. Der ORF-Hörfunk verlor in diesem Zeitraum ein Prozent Anteil am Werbemarkt und liegt jetzt bei 10,7 Prozent. Die Tageszeitungen verbesserten sich von 31,7 Prozent auf 32,4 Prozent; die Magazine und Illustrierten von 16,3 Prozent auf 17,7 Prozent. Media-Agenturen in Wien erwarten, wie das "Handelsblatt" weiter berichtet, für das laufende Jahr "einen anhaltenden Trend weg von der Werbung in den elektronischen Medien".

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