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02. Dezember 1999 | Allgemeines

Print ist für alles die beste Erklärung

Zeitschriften-Verleger: konstante Auflagen, wachsende Reichweiten

"Wir werden auf ein erfolgreiches Jahr zurückblicken können", erklärte der Präsident des Verband Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ), Dr. Hubert Burda, am 23. November 1999 anlässlich der VDZ-Generalversammlung in Berlin. Wirtschaftlich stabil könne man voller Zuversicht ins neue Jahrtausend gehen. "Print ist für fast alles die beste Erklärung."

Zwar beobachte man in den USA die Verdrängung des Fernsehens durch das Internet, den Zeitschriften drohe jedoch keine Gefahr. "Es hat sich gezeigt, dass Zeitschriften sich optimal mit dem Internet ergänzen." In den Komplementärangeboten zu den Online-Diensten hätten die Zeitschriften eindeutig die Führung übernommen. Jede neue Technik, also auch das Internet, sei erklärungsbedürftig - also würden immer wieder neue Zeitschriften entstehen, die dieses Erklärungsbedürfnis befriedigten.

Positive Erwartungen für die wirtschaftliche Zu-kunft der Zeitschriften hegte auch Karl-Dietrich Seikel, Geschäftsführer des Spiegel-Verlags in Hamburg und Vorsitzender des Fachverbands Publikumszeitschriften des VDZ, der gleichwohl anmerkte, dass der deutsche Zeitschriftenmarkt weiterhin als einer der dichtbesetztesten der Welt gelte. Laut Seikel erschienen im dritten Quartal 1999 837 Publikumszeitschriften mit einer Auflage von 129 Millionen Exemplaren. Die Gesamtauflage sei seit Jahren konstant. 48 Prozent der Titel würden am Kiosk gekauft, 44 Prozent im Abo bezogen, der Rest im sonstigen Verkauf vertrieben.

Wie Seikel weiter ausführte, seien beim Pressesortiment Umsatzzuwächse für die Zukunft nicht zu erkennen, doch gebe es steigende Reichweiten: Nach Jahren der Stagnation hätten die Publikumszeitschriften ihre Leserschaft wieder leicht vergrößern können. In den neuen Ländern sei die Reichweite um vier Prozent gestiegen, in den alten um 0,6 Prozent.

Im Anzeigen- und Werbemarkt sind die Bruttoerlöse der Zeitschriften im ersten Halbjahr 1999 gegenüber dem Vorjahr um 4,1 Prozent auf fast 3,5 Milliarden Mark gestiegen. Dabei profitierten die Verlage besonders von der Liberalisierung in den Strom- und Telekommunikationsmärkten und dem Trend, Unternehmen an die Börse zu bringen. Expansiv ist laut VDZ der Online-Markt: Der Verband rechnet in diesem Bereich für 1999 mit Brutto-Werbeerlösen in Höhe von 150 Millionen Mark. Gegenüber dem Vorjahr würde dies eine Steigerung von mehr als 100 Prozent bedeuten. 2000 erwarten die Zeitschriftenverleger eine Verdreifachung der Werbeumsätze. Eine weitere wichtige Möglichkeit der Finanzierung sieht der Verband beim E-Commerce.

VDZ-Präsident Hubert Burda ist anlässlich der Generalversammlung des Verbandes für weitere drei Jahre in seinem Amt bestätigt worden.

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