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30. November 2010 | Allgemeines

Presseverbände protestieren gegen Verhaftung deutscher Journalisten in Iran

Der Weltverband der Zeitungen und Nachrichtenmedien (WAN-IFRA) und das World Editors Forum haben gemeinsam mit dem Europäischen Zeitungsverlegerverband (ENPA) den iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad aufgefordert, die beiden wegen Spionageverdachts festgehaltenen deutschen Journalisten freizulassen.

DruckDie Journalisten, von denen nur bekannt gegeben wurde, dass es sich um einen Reporter und einen Fotografen der "Bild am Sonntag" handelt, waren am 10. Oktober 2010 festgenommen worden, als sie den Sohn der wegen Ehebruchs zum Tode durch Steinigung verurteilten Sakineh Mohammadi-Aschtiani interviewten. Sie wurden beschuldigt, mit einem Touristenvisum eingereist zu sein und illegal zu arbeiten. Bild am Sonntag publizierte vergangene Woche einen öffentlichen Aufruf, nachdem TV-Bilder der Reporter im iranischen Staatsfernsehen gezeigt worden waren, wonach sie ihre „Verbrechen“ gestanden hätten.

 

In einem Brief an Präsident Ahmadinedschad machten die internationalen Presseorganisationen deutlich, dass die Verhaftungen gegen zahlreiche internationale Konventionen verstoßen, und forderten ihn auf, „dafür zu sorgen, dass die beiden deutschen Journalisten und alle anderen Medienvertreter, die inhaftiert wurden, weil sie von ihrem Recht auf freie Meinungsäußerung Gebrauch machten, unverzüglich freigelassen und die Urteile gegen sie aufgehoben werden“.

 

Mindestens 23 Journalisten befinden sich nach Angaben von WAN-IFRA weiterhin in iranischen Gefängnissen. Damit zähle Iran zu den Ländern mit der weltweit höchsten Anzahl von Inhaftierten aus der Medienbranche. "Die meisten von ihnen werden aufgrund von vagen Anschuldigungen wegen staatsfeindlicher Aktivitäten festgehalten und müssen mit langjährigen Haftstrafen rechnen, oft unter härtesten Bedingungen", erklärte der Weltverband der Zeitungen und Nachrichtenmedien. Unter den inhaftierten Journalisten ist auch Ahmad Zeidabadi, Preisträger des WAN-IFRA-Pressefreiheitspreises Goldene Feder der Freiheit 2010. Er wurde 2009 zu sechs Jahren Haft verurteilt und erhielt ein lebenslanges Verbot, als Journalist tätig zu sein.

 

Den vollständigen Text des Briefes finden Sie unter http://www.wan-press.org/article18733.html

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