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10. Oktober 2007 | Allgemeines

Presserat und Redaktionen bekräftigen Schleichwerbeverbot

Spruchpraxis: Redaktionen wünschen alltagsnahe Orientierung

Schleichwerbung muss aus Sicht des Deutschen Presserats tabu bleiben. Bei einer Anhörung des Presserats mit Chefredakteuren und Verlagsverantwortlichen am 12. September 2007 in Bonn waren sich alle Beteiligten einig, dass die Vermischung von Werbung und redaktionellen Inhalten dem Ansehen und den wirtschaftlichen Interessen der Presse schadet. Anlass für das Treffen lieferte die Zunahme von Beschwerden insbesondere aus dem Bereich des Trennungsgebots (Ziffer 7 des Pressekodex) sowie die sich wandelnden Erwartungen der Redaktionen an die Qualität der Selbstkontrolle.

Von Seiten etlicher Redaktionen gibt es den Wunsch nach einer praxisnahen Konkretisierung des Trennungsgrundsatzes. Für ihre Arbeit bräuchten die Redaktionen eine stark alltagsbe­zogene Orientierung, wie sie die Richtlinien des Pressekodex handhaben sollten. Diesem Wunsch will der Presserat entsprechen.

„Das ausführliche und konstruktive Gespräch der Mitglieder des Plenums mit den Berufskolle­gen bestätigte uns in unserem Bemühen um eine engagierte und verlässliche Arbeit im Sinne der journalistischen Berufsethik. Selbstkontrolle ist kein Selbstzweck, unsere berufsethischen Sprü­che müssen vor Ort verstanden und auch prakti­ziert werden. Unser Gespräch mit den Betroffe­nen hat das wechselseitige Verständnis geför­dert“, so Sigrun Müller-Gerbes, stellvertretende Sprecherin des Plenums des Deutschen Presse­rats. Beide Seiten wollen den Dialog fortsetzen.

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