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16. Juli 1999 | Namen und Nachrichten

Presserat spricht vier Rügen aus

Der Deutsche Presserat hat anläßlich seiner turnusmäßigen Sitzung am 13. Juli 1999 vier öffentliche Rügen ausgesprochen. Die Boulevardzeitung "B.Z." aus Berlin hatte nach dem Urteil des Beschwerdeausschusses gegen das Persönlichkeitsrecht eines in der Psychiatrie untergebrachten Sexualstraftäters verstoßen, indem sie unter der Überschrift "Erster Frühlingsspaziergang des Sexkeller-Monsters" Fotos des Mannes beim Spaziergang im Hof der Anstalt veröffentlichte. Kritisiert wurde auch die "Rheinische Post" in Düsseldorf, die in einem Artikel über eine Demonstration im Zusammenhang mit dem Nato-Einsatz im Kosovo gegen die Sorgfaltspflicht verstieß. Die in Berlin erscheinende überregionale "tageszeitung" wurde wegen des Abdrucks eines Titelbildes der Szenezeitschrift "interim" gerügt, das den ehemaligen Berliner Innensenator Jörg Schönbohm in einer Foto-Collage als Sodomisten zeigte. Die ehrverletzende Veröffentlichung stelle einen Verstoß gegen den Pressekodex dar, erklärte der Deutsche Presserat. Ferner habe die in München erscheinende Zeitschrift "Shape" gegen den Pressekodex verstoßen, weil die Chefredakteurin darin ein von ihr selbst entworfenes und vermarktetes Fitnessprogramm vorgestellt hatte. Die Chefredakteurin habe gegen den Grundsatz der Trennung von publizistischer Tätigkeit und der Funktion in einem Wirtschaftsunternehmen verstoßen, kritisierte das Selbstkontrollorgan und monierte zusätzlich die Empfehlung von zwei Kosmetikprodukten als "Schleichwerbung". Insgesamt behandelte der Ausschuß 20 Beschwerden; dabei ergingen neben den vier öffentlichen Rügen fünf Mißbilligungen und fünf Hinweise.

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