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17. Juni 2014 | Allgemeines

Presserat rügt „focus.de“ und „Bild“

„Sensationsberichterstattung“ / Tätigkeitsbericht veröffentlicht

Themen: Recht, Datenschutz, Presserat

Die Beschwerdeausschüsse des Deutschen Presserats haben zwei öffentliche Rügen, sieben Missbilligungen und zehn Hinweise aus-gesprochen. 36 Beschwerden wurden als unbegründet erachtet. „focus.de“ wurde für die Berichterstattung über einen Überfall in Ecuador gerügt, teilt der Deutsche Presserat mit.

Es geht um ein Video, auf dem zu sehen ist, wie zwei Männer in einem voll besetzten Bus überfallen und während einer körperlichen Ausei­nandersetzung erschossen werden. Die Zeit­schrift habe laut Presserat ein Video des genauen Ablaufs der Tat veröffentlicht. Aus Sicht des Aus­schusses ist die Darstellung dieser sterbenden Menschen unangemessen sensationell und stellt einen Verstoß gegen Ziffer 11 des Pressekodex dar (Sensationsberichterstattung).

Der Beschwerdeausschuss für den Redakti­onsdatenschutz sprach außerdem gegen die „Bild“ (Regionalausgabe Nürnberg) eine Rüge aus. Die Zeitung hatte über ein laufendes Straf­verfahren berichtet, das wegen eines Drogende­likts gegen einen Mann aus einer fränkischen Kleinstadt geführt wurde. Der Angeklagte sei in dem Artikel mit Vornamen und abgekürztem Nachnamen, Alter, Beruf und Wohnort beschrie­ben und unverfremdet abgebildet worden. Der Ausschuss sah in der Berichterstattung einen schweren Verstoß gegen Ziffer 8 (Persönlich­keitsschutz) des Pressekodex.

Seit 2001 hat der Presserat zusätzlich zu sei­nen bisherigen Aufgaben die freiwillige Selbst­kontrolle für den Bereich des Datenschutzes in Redaktionen übernommen. Regelmäßig erscheint hierzu ein Bericht, der online veröffentlicht wird. Der aktuelle Tätigkeitsbericht steht auf der Homepage des Presserates zum Download be­reit.

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