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22. Oktober 2009 | Allgemeines

Presserat: Online-Zuständigkeit führt zu Beschwerdeflut

Bis Jahresende 1.200 Eingaben erwartet/Erster Praxis-Leitfaden zum Trennungsgebot

Der Deutsche Presserat hat am 22. Oktober 2009 anlässlich seiner Jahrespressekonferenz in Berlin eine klarere Trennung zwischen Anzeigen und redaktionellen Beiträgen in den deutschen Medien gefordert.

leitfaden„Eine saubere Trennung zwischen gekauften und redaktionellen, journalistischen Beiträgen ist ein wichtiger Indikator für guten Journalismus“, erklärte Manfred Protze, der Sprecher des Selbstkontrollgremiums. Allerdings sei die Ziffer 7 des Pressekodex, die die Trennung zwischen redaktionellen Texten und Veröffentlichungen zu werblichen Zwecken regelt, nicht unkompliziert. Deshalb habe der Presserat einen 52-seitigen Leitfaden herausgegeben, in dem an konkreten Beispielen die Grenzen zwischen erlaubter und unerlaubter Werbung dargestellt und erläutert würden. Ziel des Leitfadens sei es, den Redaktionen eine Hilfe an die Hand zu geben, mit der sie sich einen ersten Überblick über Regelungen zu Sonderveröffentlichungen und Berichterstattungen über Unternehmen verschaffen könnten.

Seit Januar 2009 spielen nicht mehr nur Verstöße gegen den Pressekodex in der Printwelt eine Rolle für den Presserat, sondern auch Unzulässigkeiten im World Wide Web. „Die Ausdehnung unserer Zuständigkeiten auf die journalistisch-redaktionellen Online-Angebote von Presseverlagen hat zu einer Flut an zusätzlichen Beschwerden geführt“, erläuterte Protze. Bis zum Tag der Pressekonferenz seien 1.030 Eingaben beim Presserat eingegangen, bis zum Jahresende werde mit gut 1.200 Beschwerden gerechnet (2008: 729).

spruchpraxis IIVertreter des BDZV im Presserat sind Professor Martin Balle („Straubinger Tageblatt“), Ulrich Gathmann („Nordwest-Zeitung“, Oldenburg), Bernd Hilder („Leipziger Volkszeitung“), Hermann Neusser („General Anzeiger“, Bonn), Konstantin Neven DuMont (Mediengruppe M. DuMont Schauberg, Köln), Kay E. Sattelmair (Axel Springer Verlag, Hamburg) und Volker Stennei („Hellweger Anzeiger“, Unna). Der Leitfaden steht auf der Website des Deutschen Presserats zum kostenlosen Download bereit unter: http://www.presserat.info/328.0.html

Ort: Berlin

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