Empfehlen Sie uns weiter
  • Zu Ihrer Information

    Wenn Sie diesen Button anklicken, werden persönliche Daten an Facebook übertragen. Sind Sie damit einverstanden?

  • Zu Ihrer Information

    Wenn Sie diesen Button anklicken, werden persönliche Daten an Twitter übertragen. Sind Sie damit einverstanden?

  • Zu Ihrer Information

    Hier können Sie mittels unseres Service-Formular eine Seite empfehlen. Es werden keine persönlichen Daten gespeichert.

22. April 1999 | Allgemeines

Presserat mahnt zu kritischer Berichterstattung

Krieg kein Anlaß für unangemessen sensationelle Darstellungen

Der Deutsche Presserat hat Distanz bei der Kriegsberichterstattung angemahnt.

Die Sprecherin des Selbstkontrollorgans der Presse in Deutschland, Ursula Ernst-Flaskamp, appellierte am 19. April 1999 an die Medien, daß bei der Berichterstattung über den Krieg im Kosovo dort stattfindende Militäreinsätze und Verbrechen, die oft "verharmlosende Sprache von Beteiligten und Tätern nicht unkritisch übernommen werden" sollte. Auch dürften der Krieg und die "in seinem Verlauf zu bedauernden Verbrechen" kein Anlaß für unangemessen sensationelle Darstellungen sein.

Der Presserat wies darauf hin, daß die Berichterstattung über das Leid der Opfer Grenzen haben müsse. Die Würde der geschundenen Menschen dürfe nicht durch eine unangemessene Zurschaustellung verletzt werden. Die im Pressekodex verankerte Pflicht zur wahrhaftigen Unterrichtung der Öffentlichkeit verlange von den Medien, Leser und Zuschauer nicht darüber im unklaren zu lassen, ob die übermittelten Nachrichten und Bilder auf eigenen Beobachtungen und Recherchen beruhten oder ob sie aus Drittquellen stammten.

Darüber hinaus kritisierte das Selbstkontrollorgan die Einschränkung der Informationsbeschaffung während des Krieges im Kosovo und forderte von allen Beteiligten ein Ende der Pressezensur.

zurück