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28. März 2006 | Allgemeines

Presserat: „Bild“-Titelzeile zur Osthoff-Entführung war zulässig

Beschwerdekammer spricht sieben Rügen aus

Als zulässig hat die Beschwerdekammer 2 des Deutschen Presserats die „Bild“-Titelzeile zu Susanne Osthoff bewertet: Das Gremium war anlässlich seiner Sitzung am 14. März 2006 der Auffassung, dass die Schlagzeile „Wird sie geköpft?“ auch in dieser Form presseethisch vertretbar sei, da Susanne Osthoff aufgrund der zurückliegenden Ermordungen mehrerer Entführter im Irak „zum Zeitpunkt der Veröffentlichung eindeutig in Lebensgefahr schwebte“.

In diesem Zusammenhang habe auch die Frage, ob sie „geköpft“ wird, gestellt werden kön­nen, da auf diese grausame Art und Weise be­reits mehrere Entführte hingerichtet worden wa­ren. Die Zeitung habe hier „eine reale Gefahr in Worten abgebildet“. Auch grausame Realitäten zu schildern und darüber zu berichten, gehöre zu den Aufgaben der Presse, sagte der Presserat.

Die Beschwerdekammer hat anlässlich ihrer ersten Sitzung des Jahres in Bonn insgesamt sieben öffentliche Rügen, fünf Missbil­ligungen und sechs Hinweise ausgesprochen; 21 Be­schwerden wurden als unbegründet zurückge­wiesen.

Gerügt wurden die „B.Z.“ in Berlin, weil sie durch eine „ehrverletzende und menschenver­achtende Äußerung“ einen Menschen an den Pranger gestellt habe; Ausgaben der „Abendzei­tung“ in München und Nürnberg sowie die „Bild“-Zeitung in Hannover wegen Fotoveröffentlichun­gen, bei denen die Intimsphäre verletzt bezie­hungsweise ein Symbolfoto nicht als solches gekennzeichnet worden war; wegen Verletzung des Trennungsgebotes wurden die „Ostsee-Zei­tung“ und die „Schwarzwälder Post“ gerügt; ein Bericht der „Bild“-Ausgabe Rhein-Neckar wurde als „Vorverurteilung“ kritisiert.

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