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13. März 2002 | Allgemeines

Presse-Grossisten beklagen Absatzrückgang

Wirtschaftstitel, Frauenzeitschriften und Programmpresse erlitten Einbußen

Der Rückgang des Einzelverkaufs von Zeitungen und Zeitschriften hat nach Ansicht des Bundesverbands Presse-Grosso e.V. einen Besorgnis erregenden Umfang angenommen. Betroffen war vor allem die Wirtschaftspresse, die einen Umsatzeinbruch von 50 Prozent verkraften musste. Deutliche Einbußen hätten aber auch die Fernseh-Programmzeitschriften und die Frauenzeitschriften erlitten, sagte am 6. März 2002 der Verbandsvorsitzende Werner Schiessl in Baden-Baden.

Wie bei der Jahrestagung des Bundesverbands weiter bekannt wurde, ging die Zahl der verkauften Presse-Exemplare 2001 gegenüber dem Vorjahr um 2,82 Prozent auf 3,80 Milliarden zurück. Der Gesamtumsatz der Presse-Grossisten nahm um 2,14 Prozent auf 3,04 Milliarden Euro ab. Davon entfielen 2,97 Milliarden Euro (-0,84 Prozent) auf Presseerzeugnisse. Auch die ersten Wochen des laufenden Geschäftsjahres zeigten deutlich nach unten. Vor allem regionale Tageszeitungen hätten im Einzelverkauf zweistellige Rückgänge hinnehmen müssen. In den ersten beiden Monaten des laufenden Jahres betrug des Minus beim Absatz fünf Prozent und beim Umsatz vier Prozent. Für das gesamte Jahr erwartet der Verband keine wesentliche Besserung.

 

Die Presse-Grossisten beklagten bei ihrer Mitgliederversammlung eine sich immer weiter öffnende Schere zwischen Presseumsatz und eigenen Kosten. Ursächlich für den Rückgang der Verkaufszahlen sei eine spürbare Kaufzurückhaltung der Konsumenten wegen sinkender Realeinkommen und wegen einer Verunsicherung über die weitere wirtschaftliche Entwicklung. Die Euro-Einführung habe die Kaufzurückhaltung noch verstärkt.

 

Keinen Einfluss auf den Absatzrückgang habe der Strukturwandel im Einzelhandel. Zwar sei die Zahl der Verkaufsstellen um 0,5 Prozent auf knapp 118.000 zurückgegangen, der Wegfall klassischer Presseverkaufsstellen und Kioske sei jedoch aufgefangen worden durch neue Verkaufsstellen in Drogerie- und Verbrauchermärkten, Bäckereien und SB-Warenhäusern.

 

Durch eine tägliche Erfassung der Verkaufszahlen mittels Scanner-Kassen und eine tagesaktuelle Datenauswertung will der Verband die Zahl der nicht verkauften Exemplare vermindern. Außerdem sollen dadurch Nachlieferungen beschleunigt und den Verlagen eine gezielte Reaktion auf Werbestrategien, Titelfotos oder Schlagzeilen ermöglicht werden. Bisher sind knapp 5.000 Händler mit einem Umsatzanteil von 31 Prozent dem VMP (Verkaufstägliche Marktbeobachtung am Point of Sale) angeschlossen. Über eine Beteiligung der Verlage an den umfangreichen Kosten soll verhandelt werden.

 

Internet: www.presse-grosso.de

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