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20. September 2005 | Allgemeines

Presse-Gosso mit rückläufigem Umsatz

Großdiscounter sollen verstärkt als Vertriebsweg dienen

Die Pressegroßhändler in Deutschland wollen für Zeitschriften und Zeitungen verstärkt die Großdiscounter als neuen Vertriebsweg nutzen. Auf der Jahrestagung des Bundesverbands Presse-Grosso am 13. September 2005 in Baden-Baden sagten Sprecher des Verbands, dass derzeit in 49 „Lidl“-Filialen Verkaufstests für ein Zeitungs- und Zeitschriftensortiment stattfänden.

Der Umsatz der 78 Presse-Großhändler ist im ersten Halbjahr 2005 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 3,7 Prozent auf 1,42 Milliarden Euro zurückgegangen. Vor allem Programm- und Frauenzeitschriften hätten beim Absatz deutlich verloren. "Jammern hilft uns nicht weiter", sagte dazu der erste Vorsitzende des Verbands, Werner Schiessl. Der seit mehreren Jahren zu beobachtende Negativtrend sowohl beim Umsatz wie bei den Auflagen müsse gestoppt werden. Dazu gehöre vorrangig die Verbesserung der Präsentation im Einzelhandel. Heute würden in Deutschland bei rund 116.000 Einzelhändlern Presseerzeugnisse verkauft. Doch die Pressegroßhändler müssten künftig auch dort hingehen, wo die Menschen zunehmend einkauften - und das seien die großen Discounter. "Wir testen derzeit bei allen Discountern außer bei ‚Aldi' und ‚Plus'", erläuterte Schiessl.

Das Presse-Grosso macht heute rund 45 Prozent seines Umsatzes mit dem Filialhandel, wozu zunehmend auch Tankstellen gehören. Der Verband vertritt mit seinen 78 Händlern rund 50 Prozent Marktanteil bei den Zeitschriften. Bei Tageszeitungen sei der Marktanteil sehr differenziert, da dort die überwiegende Teil der Auflage über das Abonnement vertrieben werde. Hingegen laufe bei der Boulevardpresse die Auslieferung zu fast 100 Prozent über das Presse-Grosso.

Ausschlaggebend für den Rückgang des Absatzes von Zeitungen und Zeitschriften im ersten Halbjahr 2005 von mehr als fünf Prozent auf 1,34 Milliarden Exemplare sind nach Auffassung des Presse-Grossos die nachhaltige Konsumzurückhaltung und die "Schnäppchen-Mentalität" der Verbraucher. Die stückmäßige Remissionsquote sei im ersten Halbjahr auf knapp 36 Prozent angestiegen. Dabei lägen die Remissionsquoten in Ostdeutschland auf deutlich höherem Niveau als in Westdeutschland.

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