Empfehlen Sie uns weiter
  • Zu Ihrer Information

    Wenn Sie diesen Button anklicken, werden persönliche Daten an Facebook übertragen. Sind Sie damit einverstanden?

  • Zu Ihrer Information

    Wenn Sie diesen Button anklicken, werden persönliche Daten an Twitter übertragen. Sind Sie damit einverstanden?

  • Zu Ihrer Information

    Hier können Sie mittels unseres Service-Formular eine Seite empfehlen. Es werden keine persönlichen Daten gespeichert.

07. Dezember 2005 | Ausland

Philippinen: Lebenslänglich für Mord an einem Journalisten

Der ehemalige Polizist Guillermo Wapile ist am 29. November 2005 in der südphilippinischen Stadt Cebu für schuldig befunden worden, den Zeitungsherausgeber und Radiojournalisten Ed­gar Damalerio im Mai 2002 ermordet zu haben. Wapile wurde zu lebenslänglicher Haft verurteilt. Edgar Damalerio war Herausgeber der Wochen­zeitung „Zamboanga Scribe“ und Radiojournalist beim Sender dxKP in Pagadian und hatte meh­rere Artikel über Korruption von lokalen Politikern und Polizeistellen veröffentlicht. Am 13. Mai 2002 wurde er in seinem Wagen von zwei Motorradfah­rern aus nächster Nähe erschossen. Die Men­schenrechtsorganisation Reporter ohne Grenzen (RoG) begrüßte das Urteil. Die harte Strafe gegen einen Ex-Polizisten, der von seinen Vorgesetzten lange geschützt worden sei, sei ein Sieg. Dies solle jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, warnte RoG, dass weiterhin Straflosigkeit auf den Philippinen herrsche: Von den mindestens 55 Morden an Journalisten seit Wiedererlangung der Demokratie im Jahr 1986 seien nur wenige auf­geklärt und strafrechtlich verfolgt worden. Kritisch merkte die Menschenrechtsorganisation ferner an, dass sich die Untersuchung im Fall Damalerio nur auf den Mörder selbst beschränkt habe, nach den Hintermännern sei nicht geforscht worden.

zurück