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07. April 2009 | Namen und Nachrichten

Personalisierte Zeitung wird in Berlin getestet

Was die Post in der Schweiz und die „Washington Times“ in den USA versucht, testet in Deutschland ein Start-up von jungen Wirtschaftsstudenten – die personalisierte Zeitung „niiu“, angereichert mit Web-Inhalten. Ab 15. April 2009 wollen Hendrik Tiedemann und Wanja Oberhof ihre individualisierte Tageszeitung mit 24 Seiten im Tabloid-Format zunächst in Berlins Studentenkreisen verbreiten. Einige Verlage sind schon im Boot: Auf niiu.de können sich Leser ihr Blatt mit Inhalten von „Tagesspiegel“ (Berlin), „Frankfurter Rundschau“, „Märkische Allgemeine“ (Potdam) und dem „Hamburger Abendblatt“ sowie zwei russischen Zeitungen bestücken. Gespräche mit weiteren Häusern laufen. Anders als in der Schweiz geben die „niiu“-Gründer schon zu Beginn eine Lizenzgebühr an die Verleger weiter. Ein weiterer Unterschied: Die Leser können auch Web-Inhalte aus Blogs oder persönliche Nachrichten ihrer Facebook-Kontakte in ihre Zeitung heben. So soll das Internet „anfassbar“ werden und die Zeitung „dem Lifestyle“ der jungen Zielgruppe entgegenkommen“, erklärt Oberhof. Eine einzelne Ausgabe soll zwischen ein und zwei Euro kosten. Für Langzeitleser sind Rabatte geplant. Gedruckt wird das persönliche Heft digital – aber auf echtem Zeitungspapier. Geliefert wird bis sechs Uhr in den Briefkasten, so das Versprechen. Klappt der Test in Berlin, soll der Sprung nach Frankfurt und München kommen. Auch die US-amerikanische Tageszeitung „Washington Times“ will im Lauf des Frühjahrs testweise eine „persönliche Ausgabe“ ihrer Wochenausgabe anbieten. Leser können sich dabei individuell eine Edition mit den von ihnen gewünschten Rubriken zusammenstellen. Das Blatt wird entweder „on demand“ ausgedruckt und per Bote zugestellt oder per Mail als E-Paper verschickt. In das Projekt ist Syntops aus Deutschland involviert. Das Augsburger Unternehmen hat das entsprechende Workflow-Konzept inklusive Software entwickelt und ist zudem bei dem Projekt der Swisspost beteiligt. Der Schweizer Briefzusteller testet dort unter dem Namen Personal News ein neues Geschäftsmodell: 300 Abonnenten stellen sich aus dem Angebot mehrerer Titel individuell ihre Zeitung zusammen. Sie wird per Post oder per E-Mail an sie verschickt. Zur Auswahl stehen die Inhalte von vier Schweizer Blättern (u.a. Tages-Anzeiger), daneben die deutschen Titel „Abendzeitung“ (München) und „Südkurier“ (Konstanz) sowie „DerStandard“ (Wien) und „Salzburger Nachrichten“ aus Österreich. Die Swisspost betont aber, dass sie nicht ins Verlagsgeschäft einsteigen will, sondern als neutrale Stelle zwischen Leser und Verleger fungiert.

Quelle: Kontakter, werben&verkaufen

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