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10. März 2008 | Allgemeines

Papierindustrie: Rohstoff- und Energiekosten steigen dramatisch

Inlandsabsatz wächst um 3,9 Prozent

Die deutschen Papierfabriken haben im Jahr 2007 einen Zuwachs von 3,9 Prozent gegenüber 2006 erlebt. Insgesamt wurden 12,979 Millionen Tonnen Papier abgesetzt. Der Auslandsabsatz stagnierte bei 10,105 Millionen Tonnen (-0,3 Prozent). Dabei stiegen, wie der Verband Deutscher Papierfabriken (VDP) anlässlich seiner Jahrespressekonferenz am 26. Februar 2008 in Düsseldorf mitteilte, die Lieferungen nach Osteuropa (-+3,4 Prozent); leichte Verluste gab es in Westeuropa (-0,3 Prozent), deutliche in den sonstigen Regionen (Übersee -6,8 Prozent).

Insgesamt habe sich die Ertragslage der deut­schen Papierindustrie im Jahr 2007 weiter ver­schlechtert, lautet das Fazit von VDP-Präsident Bernd Rettig. „Dramatisch steigende Kosten bei Rohstoffen und Energie“ bedrückten die Branche, die dies nur in wenigen Sortenbereichen über die Preise auffangen könne. Mit 23,2 Millionen Ton­nen Produktion und 23,1 Millionen Tonnen Absatz sei die Mengenkonjunktur 2007 weiter positiv verlaufen und habe der Branche ein Umsatzplus von gut sechs Prozent auf 14,9 Milliarden Euro beschert. Wie Rettig weiter ausführte, entwickel­ten sich die großen Sortenbereiche unterschied­lich: Während der Gesamtabsatz bei den grafi­schen Papieren um knapp zwei Prozent zunahm, stieg er im Verpackungsbereich um drei Prozent und bei den Hygienepapieren – auch aufgrund einer neuen Produktionsstätte – um sechs Pro­zent. Dagegen gingen die Spezialpapiere um drei Prozent zurück.

Weiter warnte der VDP vor zwei Entwicklungen im Zusammenhang mit dem Klimapaket der Eu­ropäischen Kommission, das eine umfassende Einführung des Handels mit CO2-Zertifikaten ab 2013 vorsieht. Die Organisation bekräftigte ihre Forderung nach Ausnahmeregelungen für die energieintensiven Branchen – und somit auch für die Papierindustrie beim Emissionshandel. Eine vollständige Einbeziehung der Papierindustrie in den Emissionshandel „würde praktisch den ge­samten Gewinn der Branche auffressen“.

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