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08. März 1999 | Allgemeines

Papierindustrie mit gedämpften Erwartungen

VDP: 1998 wurden 16,3 Millionen Tonnen Papier, Karton und Pappe produziert

Die deutsche Papierindustrie schaut nach einem "insgesamt positiven Ergebnis" in 1998 mit gedämpften Erwartungen auf das laufende Wirtschaftsjahr: Krisen auf den Exportmärkten und die mäßige Entwicklung der Wirtschaft im Inland hätten die Papierkonjunktur im zweiten Halbjahr 1998 abgeschwächt, erklärte der Präsident des Verbandes Deutscher Papierfabriken (VDP), Hans-Michael Gallenkamp, anläßlich der Jahrespressekonferenz der Organisation am 3. März 1999 in Düsseldorf. Diese Entwicklung habe sich im laufenden Jahr fortgesetzt.

1998 wurden 16,3 Millionen Tonnen Papier, Karton und Pappe produziert, davon 14,95 Tonnen in den alten Ländern. Das sind jeweils rund zwei Prozent mehr als 1997. Der Absatz im Ausland ging um ein Prozent zurück auf knapp 6,2 Millionen Tonnen; der Import stieg um ein Prozent auf gut 7,7 Millionen Tonnen. Die Altpapier-Einsatzquote stieg gegenüber 1997 um ein Prozent auf 60,1 Prozent. Die Altpapier-Rücklaufquote blieb fast unverändert bei 66,1 Prozent. Wie VDP-Präsident Gallenkamp weiter ausführte, sei mit dem Umsatzanstieg von 4,3 Prozent auf 20,4 Milliarden Mark "fast wieder der Spitzenwert des Jahres 1995 erreicht" worden. Die positive Ertragssituation der Branche helfe dabei, "die Wunden vorangegangener Verlustjahre zu schließen", und sichere eine Reihe von Neuinvestitionen. Trotz deutlicher Zurückhaltung bei den Wachstumserwartungen für 1999 hoffe die Branche auf Impulse durch die Jahrtausendwende.

Entschieden kritisierte Gallenkamp das "Verwirrspiel" der Bundesregierung bei der Energiesteuer. Zwar sei die Belastung durch die Energiesteuer nach den jetzigen Plänen für die Branche eher gering. Die Bundesrepublik Deutschland gehöre jedoch nach wie vor zu den Ländern mit den höchsten Energiepreisen. Statt verworrener Kompensationsmodelle wären deutliche Steuerentlastungen das richtige Signal gewesen, so der VOP.

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