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25. Februar 2009 | Allgemeines

Papierindustrie erwartet schwieriges Jahr 2009

Weltweite Überkapazitäten bei dramatisch gestiegenen Kosten

Von den Auswirkungen der Finanz- und Wirtschaftskrise ist auch die deutsche Papier- und Zellstoffindustrie betroffen. „Die Branche stemmt sich gegen die Krise“, erklärte der Präsident des Verbands Deutscher Papierfabriken (VDP), Wolfgang Palm, anlässlich der Jahrespressekonferenz der Organisation am 17. Februar 2009. Viele Unternehmen hätten erhebliche Restrukturierungen und Anpassungen vorgenommen. Dennoch erwarte er für die Branche ein schwieriges Jahr 2009, da mit weiteren Verbrauchsrückgängen in den Absatzmärkten zu rechnen sei.

Die im Jahresverlauf 2008 „erneut dramatisch gestiegenen Kosten“ konnten laut Palm wegen weltweiter Überkapazitäten bei Massenpapieren nicht über die Verkaufspreise weitergegeben werden. Die Ertragslage der Branche sei absolut unzureichend. Dieser Trend habe trotz krisenbe­dingter Entlastungen bei den Rohstoffkosten zum Jahresende 2008 nicht gestoppt werden können.

Die Jahresproduktion an Papier, Karton und Pappe ist nach Angaben des VDP 2008 um zwei Prozent auf 22,8 Millionen Tonnen gesunken und lag damit auf dem Niveau des Jahres 2006. Da­bei gab der Auslandsabsatz mit einem Minus von 1,8 Prozent stärker nach als die Inlandsnachfrage (-0,5 Prozent). Wie Palm ausführte, weisen alle großen Sortenbereiche ein Minus aus. Allein die Hygienepapiere hätten „als konsumnahe Pro­dukte erneut ein deutliches Wachstum“ verzeich­net. Die grafischen Papiere verloren 2,1 Prozent. Hier schlägt vor allem der Rückgang an Auflage und Umfang bei den Zeitschriftentiteln zu Buche. Die Verpackungspapiere verzeichneten ein Pro­duktionsminus von 2,3 Prozent, die Spezialpa­piere ein Minus von 6,6 Prozent.

Sorgen bereiten der Branche laut Palm die Re­gelungen des europäischen Emissionshandels. Nach wie vor herrsche Unklarheit darüber, ob die Papierindustrie wegen Abwanderungsgefährdung ihre Emissionszertifikate auf Basis von Bench­marks kostenlos erhalten werde. Dies will die EU-Kommission erst Mitte 2010 entscheiden. Bis dahin gebe es keine Investitionssicherheit, kriti­sierte Palm das langwierige Verfahren.

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