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10. Oktober 2016 | Digitales

Paid Content: 123 Zeitungstitel mit Online-Bezahlmodellen

Themen: Online, Paid Content

Beim Thema Paid Content ist viel in Bewegung. Bereits 123 Zeitungstitel in Deutschland haben Bezahlmodelle eingeführt. „Und es geht kontinuierlich weiter", sagt Holger Kansky, Referent Multimedia beim BDZV. Seit Mitte September rechnet etwa die „Frankfurter Rundschau“ online per Laterpay ab: Erst wenn ein Betrag von fünf Euro zusammengekommen ist, muss sich der Nutzer registrieren und zahlen. Anfang Oktober gab die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ (FAZ) bekannt, ausgewählte Online-Artikel von „faz.net“ kostenpflichtig zu machen.

„Die Branche braucht einen langen Atem. Paid Content ist ein Marathon“, so Kansky gegenüber der dpa.  Der BDZV-Digitalexperte weist eine Studie des IT-Branchenverbands Bitkom hin, nach der fast drei Viertel derjenigen, die nicht bereit sind, für journalistische Inhalte im Netz zu bezahlen, als Grund nannten, es gebe genügend kostenlose Alternativen. Das zeige, wie wichtig es sei, flächendeckend kostenpflichtige Angebote zu etablieren.

Auch der Zeit Verlag will in diesem Herbst mit einem Bezahlmodell starten, teilt die Deutsche Presse-Agentur mit. Der exakte Termin steht laut „Zeit Online“-Geschäftsführer Christian Röpke noch nicht fest, die Bezahlvariante schon: „Was nach unserer Erfahrung erfolgreich ist, das sind Abos.“ Der Großteil der frei verfügbaren Inhalte von „Zeit Online“ bleibt es auch künftig. Andererseits sollen mehr Artikel aus der „Zeit“ integriert werden, die login-pflichtig sind. Ab einer bestimmten Zahl gelesener Artikel geht es nur für Abonnenten weiter.

Zu den Paid-Content-Pionieren gehörte Ende 2012 die „Welt“ (Axel Springer SE). Als Bezahlvariante wurde das Metered Model gewählt, bei dem eine festgelegte Menge an Berichten kostenfrei ist. „Es ist sowohl vom Handling intern als auch für den Nutzer sehr einfach“, sagt „WeltN24“-Geschäftsführerin Stephanie Caspar gegenüber der dpa. Der Nachteil sei, dass die Bezahlpflicht nur davon abhängt, wie viele Artikel der Nutzer gelesen hat, nicht von der Qualität und Exklusivität. Mitte September teilte das Unternehmen den Wechsel zum Freemium-Modell mit, bei dem exklusive oder aufwendig recherchierte Beiträge von vorneherein kostenpflichtig sind, andere Artikel aber kostenlos bleiben. Unabhängig vom Bezahlmodell nimmt Paid Content nach Caspars Überzeugung an Bedeutung zu: „Als wir 2012 angefangen haben, waren wir unter den überregionalen Qualitätsmedien die einzigen und haben auch Reaktionen bekommen, dass das kompletter Irrsin wäre“, sagt sie. „Wenn man sieht, wie sich die Branche verändert hat und auch die Zahlungsbereitschaft, hat sich doch eine ganze Menge getan.“

zur Paid-Content-Liste des BDZV

Quelle: dpa/BDZV

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