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16. Juli 1999 | Allgemeines

"Outsourcing" von Lokalredaktionen

Zeitungsexperten diskutieren bei den "Marburger Medientagen"

Anläßlich der am 14. Juli 1999 zu Ende gegangenen "Marburger Medientage" haben Zeitungsexperten kontrovers über die Auslagerung (Outsourcing) von Lokalredaktionen diskutiert.

Wie die Deutsche Presse-Agentur berichtet, erwarteten Kritiker der Auslagerung von Teilen der Redaktion Qualitätsverluste. Befürworter sähen dagegen Vorteile für die Verlage, weil das Engagement der selbständigen Journalisten neben guten Artikeln auch Kostenvorteile für das Zeitungshaus brächten.

Gerade die Lokalseiten mit großer Leserbindung dürften nicht an Fremdunternehmen vergeben werden, meinte der Chefredakteur der "Heilbronner Stimme", Wolfgang Bok. Seiner Ansicht nach würden dann die guten Schreiber als Festangestellte in den Verlagen bleiben, schlechtere Journalisten würden "ausgelagert" arbeiten. Der Leser kaufe jedoch eine Zeitung, weil er guten Journalismus erwarte. Auch der Unternehmer schalte Anzeigen, weil er vom Image des Blattes, das mit gutem Journalismus zusammenhänge, profitieren wolle. Er wandere jedoch ab, wenn das Produkt nicht mehr stimme, sagte Bok. Dagegen vertrat der geschäftsführende Redakteur der "Sächsischen Zeitung" in Dresden, Andreas Terstiege, die Ansicht, daß Qualität "über den Preis" erreicht werden könne. Es sei möglich, gut ausgebildeten Journalisten die Arbeiten einer Lokalredaktion ohne Qualitätsverlust zu übertragen.

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