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27. Oktober 2015 | Lob und Preis

Otto-Brenner-Preis: Zweiter Platz für „Heidenheimer Zeitung"

Den mit 10.000 Euro dotierten 1. Preis des „Otto Brenner Preises für kritischen Journalismus" erhält 2015 Ashwin Raman für "Das 13. Jahr - Der verlorene Krieg in Afghanistan" (Die Story im Ersten, SWR/ARD). Auch Zeitungsjournalisten gehören zu den Besten 2015: Silja Kummer von der „Heidenheimer Zeitung" erhält den zweiten Preis. Der Newcomer-Preis geht an die „Tagesspiegel" Redakteurin Elisa Simantke.

Otto-Brenner.JPGNach Auffassung der Jury gehört Ashwin Raman zu jenen Journalisten, „die sich der Wahrheit verschrieben haben". „Unter großer persönlicher Gefahr", schreibt die Jury, „wagt er sich seit Jahrzehnten tief in Kriegs- und Krisengebiete, damit die Welt weiß, was wirklich passiert, wer Täter, wer Opfer ist". Auf schwierigem Terrain zeige er Mut, großes Engagement und Beharrlichkeit.

Der 2. Preis (5.000 Euro) geht an Silja Kummer für die Artikelserie „Für eine Handvoll Dollar" (http://ow.ly/TteCH), die zwischen dem 25. April und 15. Mai 2015 in der „Heidenheimer Zeitung" erschienen ist. Die Autorin beschreibt in ihrer Artikelserie, wie sich die Städte Heidenheim, Aalen und Schwäbisch Gmünd mit dem „Cross-Border-Leasing" unkontrollierbaren finanziellen Risiken ausgesetzt haben. Diese Kommunen haben ihre Abwasseranlagen in den Jahren 2002/2003 an einen US-Investor überschrieben. Was mit dieser Investition angerichtet wurde, analysiert die Artikelserie. Nach Einschätzung der Jury ist dies eine Arbeit, die zeigt, was Lokaljournalismus zu leisten in der Lage ist. „Die Autorin greift ein schwieriges Thema klug auf, analysiert mit großer Klarheit und mit vorbildlicher Verständlichkeit", urteilt die Jury. Ihr Fazit: „Das ist Lokaljournalismus, wie es ihn besser kaum geben kann!"

Mit dem 3. Preis wird „Der verkaufte Fußball - Sepp Blatter und die Macht der FIFA" (http://ow.ly/TteJd) von Jochen Leufgens, Robert KempeDaniel Hechler, und Florian Bauer ausgezeichnet. Die WDR/SWR-Reportage, die am 4. Mai 2015 in der ARD lief, erhält ein Preisgeld von 3.000 Euro.

Den Newcomer-Preis, dotiert mit 2.000 Euro, erhält die „Tagesspiegel"-Redakteurin Elisa Simantke für ihren Beitrag „Europoly - Privatisierung unter der Troika." (http://ow.ly/Ttf0S) Mit zahlreichen,  Fallbeispielen dokumentiert die Autorin die Bilanz der verheerenden Troika-Politik in Griechenland und anderen EU-Krisenstaaten. Elisa Simantke ist für die Jury des Otto Brenner Preises nicht nur die "Newcomerin 2015", sondern zugleich Vertreterin einer Ausnahme-Disziplin: eines kritischen Wirtschaftsjournalismus.

Alle Preise und Preisträger im Überblick

  • Die Preisverleihung findet am 17. November in Berlin statt (Hotel Pullman Berlin, Schweizerhof). Anja Höfer, TV- und  Hörfunk-Journalistin (SWR), moderiert die Festveranstaltung. Neben allen Preisträgern und den Mitgliedern der Jury, die laudatieren werden, erwartet die Otto Brenner Stiftung mehr als 350 Gäste.
  • Die Otto Brenner Stiftung der IG Metall verleiht 2015 den "Otto Brenner Preis für kritischen Journalismus" zum elften Mal. Prämiert werden journalistische Arbeiten, die das Motto der Ausschreibung "Gründliche Recherche statt bestellter Wahrheiten" in ihren Beiträgen beispielhaft umgesetzt haben. Aus 642 Bewerbungen wählte die Jury am 29. September die Preisträger in fünf Kategorien. Das Preisgeld beträgt in diesem Jahr insgesamt 47.000 Euro.

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