Empfehlen Sie uns weiter
  • Zu Ihrer Information

    Wenn Sie diesen Button anklicken, werden persönliche Daten an Facebook übertragen. Sind Sie damit einverstanden?

  • Zu Ihrer Information

    Wenn Sie diesen Button anklicken, werden persönliche Daten an Twitter übertragen. Sind Sie damit einverstanden?

  • Zu Ihrer Information

    Hier können Sie mittels unseres Service-Formular eine Seite empfehlen. Es werden keine persönlichen Daten gespeichert.

13. März 2002 | Namen und Nachrichten

Ost und West unterscheiden sich bei der Mediennutzung

Mehr als ein Jahrzehnt nach der Vereinigung nutzen die Menschen in den alten und neuen Bundesländern die Medien weiter unterschiedlich: Im Jahr 2001 betrug die tägliche TV-Sehdauer im Osten im Schnitt 213 Minuten, im Westen waren es nur 187 Minuten. Beim Radio betrug der Abstand 16 Minuten (Ost: 216 Minuten, West: 200 Minuten). Dies ergab eine von der Fachzeitschrift „Media Perspektiven“ am 8. März 2002 veröffentlichte Analyse. Danach konnten vor allem die privaten TV-Sender im Osten ihren Anteil erhöhen (1992: 81 Minuten, 2001: 116 Minuten), während er bei den öffentlich-rechtlichen Sendern fast konstant blieb (1992: 82 Minuten, 2001: 84 Minuten). Gleichzeitig konnten seit Mitte der 90er Jahre die dritten ARD-Programme ihre Anteile in Ostdeutschland deutlich ausbauen. Bei der Fernsehinformation erreichen in Westdeutschland politische Magazine, Wirtschafts- und Auslandsmagazine durchgängig höhere Anteile als im Osten. Bei den Printmedien werden in den neuen Bundesländern die Regionalzeitungen intensiver genutzt, während überregionale Zeitungen und Wochenzeitungen sowie die Boulevardpresse geringer verbreitet sind. Die Medienforscher machen für diese Unterschiede neben soziokulturellen Faktoren die anhaltend unterschiedlichen sozioökonomischen Bedingungen verantwortlich: Das niedrigere Einkommensniveau und die höhere Arbeitslosigkeit hätten im Osten Auswirkungen auf das finanzielle und zeitliche Budget der Haushalte.

zurück