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26. Februar 1999 | Digitales

Online-Medien als Werbeträger vermarkten

Medienverbände gründen Gemeinschaftsunternehmen OMDB

Werbeeinnahmen bleiben nach Ansicht der Medienverbände neben Umsätzen im Bereich des elektronischen Handels (E-Commerce) auf absehbare Zeit die Haupterlösquelle bei der Vermarktung von Online-Angeboten. Deshalb käme es darauf an, die Online-Medien als Werbeträger mit spezifischen Stärken zu positionieren und zu vermarkten, erklärten Vertreter des BDZV, Verband Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ), Verband Privater Rundfunk und Telekommunikation (VPRT) und Deutscher Multimedia Verband (dmmv) am 23. Februar 1999 in Hamburg, wo sie das Gemeinschaftsunternehmen OnlineMediaDaten Bank" (OMDB) vorstellten.

Die von den vier Verbänden gemeinsam betriebene Datenbank sei "ein Meilenstein auf dem Weg, die Arbeit der Mediaplaner und Werbeagenturen beim nationalen wie lokalen Geschäft zu erleichtern", sagte OMDB-Geschäftsführer Thomas Breyer. Für den VDZ besteht das gemeinsame Ziel der Verbände darin, ein Höchstmaß an Medientransparenz zu erreichen und damit den Planungsaufwand der Agenturen so klein wie möglich zu halten. Bei der Vorbereitung von Werbekampagnen im Internet stünden die Planer einer wachsenden Flut von Angeboten gegenüber. Hier übernehme die Mediadatenbank der Verbände die "Funktion eines Lotsen". Wolfgang Neuber, Referent für Multimedia und Medienforschung beim VPRT, hob hervor, jetzt komme es darauf an, daß die Werbeträger die Chancen der Datenbank nutzten. Je mehr Online-Angebote in dem Datenpool abgebildet würden, desto größer sei die Attraktivität des Gemeinschaftsunternehmens für die Mediaplaner.

Die Medienverbände rechnen mit einem weiteren beschleunigten Wachstum im Internet. Innerhalb eines Jahres habe sich die Zahl der Nutzer in Deutschland von vier auf acht Millionen verdoppelt; und die Werbeumsätze würden von 50 Millionen Mark im vergangenen Jahr auf mindestens 100 Millionen im laufenden Jahr wachsen, so BDZV-Sprecher Hans-Joachim Fuhrmann.

Die OnlineMediaDatenBank liefert den Mediaplanern gleichsam auf Knopfdruck die wichtigsten Leistungsdaten der einzelnen Online-Angebote: Anzahl der Visits und PageImpressions, ferner Bannerformate sowie Kosten und Konditionen der Werbebuchung. Außerdem gibt es zu jedem Online-Angebot eine Darstellung des inhaltlichen Profils. Die Datenbank steht grundsätzlich allen Online-Anbietern offen. Der Zugang erfolgt via Password und ist für die Nutzer unentgeltlich. Finanziert wird die Datenbank durch die vier beteiligten Verbände, die zugleich Gesellschafter des Unternehmens OMDB sind, mit Anteilen von je 25 Prozent. Die Entwicklung und der Betrieb der Datenbank werden durch die erfolgreichen Kooperationen mit dem Softwarehersteller Oracle und dem Provider UUNET unterstützt.

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