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10. Februar 2003 | Digitales

Online-Handel legt weiter zu

Zwei Milliarden Euro Umsatz im Weihnachtsgeschäft 2002

Neue Rekordumsätze im E-Commerce meldet der Hauptverband des Deutschen Einzelhandels (HDE): Im November und Dezember 2002 konnten die deutschen E-Commerce-Anbieter rund zwei Milliarden Euro im Internet umsetzen und damit das Vorjahresergebnis um rund 60 Prozent übertreffen. Laut HDE macht das Weihnachtsgeschäft im E-Commerce etwa ein Viertel des gesamten Jahresumsatzes aus. Insgesamt entfallen knapp 1,6 Prozent des gesamten Einzelhandelsumsatzes auf den E-Commerce.

Amazon.de konnte seinen Umsatz im vierten Quartal nach eigenen Angaben um 60 Prozent steigern und hat damit erstmals einen Gewinn erzielt. Tchibo.de setzte im vergangenen Jahr 80 Millionen Euro online um – ebenfalls eine Steigerung um 60 Prozent. In der HDE-Statistik nicht erfasst sind die Umsätze von Online-Auktionshäusern. So wurden im vierten Quartal 2002 über Ebay Waren im Wert von mehr als einer Milliarde Euro (+177 Prozent) gehandelt.

 

Laut einer Untersuchung von Roland Berger Market Research spielt das Internet bei fast 70 Prozent der User eine Rolle im Weihnachtsgeschäft: 38 Prozent der Befragten wollten einen Teil ihrer Einkäufe online erledigen, 31 Prozent zogen diese Möglichkeit in Erwägung. Nur für sieben Prozent der Internet-Nutzer kamen Weihnachtseinkäufe via Internet überhaupt nicht in Frage. Laut der Studie wollten die User von ihrem Geschenke-Budget von durchschnittlich 360 Euro etwa 100 Euro übers Internet ausgeben.

 

Auch die Online-Händler in den USA sind mit dem Weihnachtsgeschäft hoch zufrieden. Allein am Wochenende vor Weihnachten wurden 298 Millionen Dollar online umgesetzt. Das entspricht einem Wachstum gegenüber dem Vorjahr von 92 Prozent, teilt die Online-Shop-Agentur Bizrate mit. Während der klassische Einzelhandel seine Prognosen für das Weihnachtsgeschäft bestenfalls knapp erreicht, konnten die E-Commerce-Anbieter zwischen 1. November und Mitte Dezember mit elf Milliarden Dollar 40 Prozent mehr umsetzen als im Vorjahr. Umsatzstärkster Bereich waren traditionell Bücher, Musik und Videos mit 1,86 Milliarden Dollar, Knapp dahinter mit 1,83 Milliarden Dollar Umsatz der Bereich Bekleidung vor Reisen (1,5 Milliarden Dollar), Unterhaltungs-elekronik (1,2 Milliarden Dollar) und Spielwaren inklusive Computerspiele (1,19 Milliarden Dollar). Diese fünf genannten Produktkategorien machen insgesamt zwei Drittel des gesamten Online-Umsatzes aus.

 

Verbraucherschützer bemängeln Online-Shops

 

Weniger erfreulich für Online-Shops war das Ergebnis einer Untersuchung der Verbraucherzentrale Bundesverband (VZBV), laut der 80 Prozent der deutschen Online-Shops gegen das Teledienstegesetz und gegen Bestimmungen des BGB verstoßen. Die Studie überprüfte 211 Online-Shops führender Unternehmen auf die gesetzlichen Mindestanforderungen. 38 waren nicht zu beanstanden, von den übrigen wurden 140 Unternehmen – unter anderem auch Branchenriesen wie Tchibo, Amazon – abgemahnt. Zu den häufigsten Beanstandungen gehörten das Fehlen der genauen Anschrift und der Identität des Unternehmens, die Information der Verbraucher über ein Widerrufs- oder Rückgaberecht, die Nicht-Angabe von Vertretungsberechtigten (zum Beispiel der Geschäftsführer einer GmbH), fehlende Informationen über die Verwendung und Speicherung der Kundendaten und mangelnde Hinweise, wie der Verbraucher Eingabefehler vor Abgabe der Bestellung erkennen und berichtigen kann. „Hier wurden neue Gesetze geschaffen, an die sich bisher aber offenbar noch kaum jemand hält“, meint Edda Müller, Vorstand des VZBV. Gleichwohl: Die meisten Firmen haben auf die Abmahnung reagiert und ihre Online-Shops entsprechend geändert.

 

Quelle: eMarket vom 8.1.2003, Horizont.net vom 6.1.2003, ibusiness online vom 6.1.2003, FAZ vom 27.1.2003, eMarket vom 28.1.2003

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