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20. Dezember 2000 | Digitales

Online bummeln, offline kaufen

Das Interesse der deutschsprachigen Internet-Nutzer am Online-Einkauf ist groß. Auch nimmt die Zahl der User, die für das kommende halbe Jahr konkret einen Online-Einkauf planen, immer weiter zu. Waren es vor drei Jahren noch lediglich 17 Prozent, die "bestimmt" etwas via Internet einkaufen wollen, so wollten dies im Herbst 1999 bereits 50,7 Prozent, im Herbst 2000 kletterte der Wert sogar auf 64,1 Prozent. Das ist eins der Ergebnisse der jüngsten WWW-Benutzer-Analyse W3B, an der 69.655 deutschsprachige Internet-Nutzer teilgenommen haben. Die mittlerweile elfte Welle der Internet-Studie von Fittkau & Maaß in Hamburg ergab ferner, dass mehr als 70 Prozent der Nutzer ihre Weihnachtsgrüße per E-Mail oder E-Postkarte versenden wollen. Mehr als 60 Prozent gaben an, via Internet nach geeigneten Geschenkideen zu recherchieren: Knapp 40 Prozent planen den Online-Einkauf von Weihnachtsgeschenken. Letzteres bedeutet, dass längst nicht alle Nutzer die Ergebnisse ihrer Online-Recherche auch in einen Online-Kauf umsetzen. Zwar sei, urteilen die W3B-Analysten, der Anteil der WWW-User, die bereits öfter als zehn Mal via Internet eingekauft haben, innerhalb eines Jahres von rund 15 Prozent auf 24 Prozent gestiegen. In Relation zu den 64 Prozent Nutzern mit Online-Kaufabsicht erscheine dieser Wert jedoch "noch (zu) niedrig".

Diese Tendenz wird auch durch eine Studie von Jupiter Research bestätigt, wonach von den 80 Millionen europäischen Internet-Usern zu Weihnachten 25 Prozent online einkaufen werden. 36 Prozent hingegen holen sich im Netz nur Anregungen für Geschenkideen, um dann im traditionellen Handel einzukaufen. Die Forscher schätzen, dass der stationäre Einzelhandel circa 7,5 Milliarden Euro Umsatz mit den Onlinebummlern machen wird. Nur 1,7 Milliarden Euro werden die Weihnachtsumsätze der E-Commerce-Anbieter betragen. Um dieses Kundenverhalten gezielt auszunutzen, müsste der stationäre Handel allerdings seine Online-Angebote viel stärker mit dem Offlineangebot abstimmen und integrieren. "Oft ist es für den Konsumenten nicht möglich, ein Produkt online auszuwählen und zu prüfen, ob es im Laden auch verfügbar ist", so die Marktforscher. Im Gegensatz zu Jupiter Research schätzt das Marktforschungsunternehmen Forrester die europäischen Weihnachts-E-Commerce-Umsätze auf 2,6 Milliarden Euro, davon 715 Millionen Euro in Deutschland.

Quelle: Handelsblatt, 7.12.2000 und w&v online, 5.12.2000, eMarket, 47/2000

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