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19. Dezember 2003 | Digitales

Nur zehn Prozent der Weltbevölkerung nutzen Internet

Nur zehn Prozent der Weltbevölkerung nutzen das Internet. In den Industrieländern sind es rund 44 Prozent, wie aus dem am 4. Dezember 2003 in Genf veröffentlichten Jahresbericht der Internationalen Telekommunikationsunion (ITU) hervorgeht. Insgesamt haben derzeit rund 650 Millionen Menschen auf der Welt einen Internetanschluss. Das Haupthindernis für den Internetzugang sei immer weniger die Infrastruktur, sondern der Preis und auch die Bildung, sagte Michael Minges, einer der Autoren des Berichts. So hätten beispielsweise in Südafrika 96 Prozent der Bevölkerung theoretisch Zugang zu Handys. Wegen des hohen Preises verfüge aber nur ein Drittel der Bevölkerung über ein Mobiltelefon. Etwa 95 Prozent der Weltbevölkerung hätten von der Infrastruktur her Zugang zu Hörfunk, 89 Prozent zu Fernsehen und 81 Prozent zu Festnetz- oder Mobiltelefon. Viele Menschen lebten zudem in der Nähe eines Internet-Cafes. In Mexiko zum Beispiel seien das 70 Prozent der Bevölkerung, doch nutzten nur zehn Prozent auch das Internet. Um den digitalen Graben („digital divide“) zwischen reichen und armen Ländern zu überwinden, seien auch standardisierte Statistiken nötig, schreiben die Autoren. Es bestehe eine enge Verbindung zwischen dem digitalen und dem statistischen Graben, sagte Minges weiter. 60 Prozent aller Untersuchungen über Internet-Nutzer würden in Industrieländern gemacht.

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