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08. Februar 2007 | Allgemeines

Nur moderate Zuwächse möglich

bvdm warnt: Metallforderungen sind kein Maßstab für Druckindustrie

Der Bundesverband Druck und Medien (bvdm) hat ausdrücklich davor gewarnt, die Empfehlung des IG-Metallvorstands für eine Lohnerhöhung von 6,5 Prozent zum Maßstab der Gewerkschaftsforderungen für die Druck-Industrie zu machen.

Einkommenssteigerungen zwischen 6,5 und sieben Prozent, wie sie derzeit in der Metall- und Elektroindustrie gefordert werden, „wären in der Druckindustrie nicht gerechtfertigt und von den Unternehmen nicht zu verkraften“, sagte der bvdm-Vizepräsident und Verhandlungsführer, Dr. Wolfgang Pütz, in einem Gespräch mit der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“. „Bei solchen Forderungen würde uns schwindelig“, betonte Pütz, der zugleich Vizepräsident des BDZV ist.

Zwar seien die Umsätze der Branche in den vergangenen drei Jahren wieder gestiegen, doch habe dieser Anstieg noch nicht die Einbußen der Jahre 2001 bis 2003 kompensiert. Noch immer lägen die Erlöse unter dem Niveau des Jahres 2000. Auch sei es in der Druckindustrie nicht möglich, Kostensteigerungen weiterzugeben. Während sich die Preise für Papier, Farbe und Energie deutlich erhöht hätten, seien die Preise für Druckerzeugnisse seit 2002 um 4,5 Prozent gesunken.

Rückte ver.di von dem moderaten tarifpoliti­schen Kurs der zurückliegenden beiden Jahre ab, würde dies „zu einer erneuten Verschlechterung der Ertragslage führen – mit allen negativen Kon­sequenzen wie Insolvenzen und Personalabbau“, warnte Pütz.

Wie der bvdm mitteilt, rechnet die Organisation für das Jahr 2007 mit einer Umsatzsteigerung von einem bis maximal zwei Prozent. In der Druckin­dustrie seien in den Jahren 2002 bis 2006 mehr als 1.500 Unternehmen mit rund 15.000 Beschäf­tigten in die Insolvenz gegangen. In dieser Situa­tion seien „nur sehr moderate Lohnsteigerungen verkraftbar“, betonte Thomas Mayer, Hauptge­schäftsführer des bvdm in Wiesbaden.

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