Empfehlen Sie uns weiter
  • Zu Ihrer Information

    Wenn Sie diesen Button anklicken, werden persönliche Daten an Facebook übertragen. Sind Sie damit einverstanden?

  • Zu Ihrer Information

    Wenn Sie diesen Button anklicken, werden persönliche Daten an Twitter übertragen. Sind Sie damit einverstanden?

  • Zu Ihrer Information

    Hier können Sie mittels unseres Service-Formular eine Seite empfehlen. Es werden keine persönlichen Daten gespeichert.

23. Juni 2009 | Allgemeines

NRW-Verleger: Kreativ Werbeetats erschließen

Die Verlage müssen auf den Einbruch bei den Werbeerlösen nach Ansicht des NRW-Verbandsvorsitzenden Clemens Bauer mit Kreativität reagieren. „Es geht nicht nur um Sparen. Wo die Werbegelder knapp werden, müssen wir den Märkten neue Ideen und neue Impulse geben“, sagte Bauer im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur (dpa) vor dem Medienforum NRW, das am 22. Juni 2009 in Köln begann.

Das sei auch ein publizistisches Thema. „Denn es sind ja gerade neue Produkte, mit denen wir in den Markt kommen und die von denjenigen Anzeigenkunden angenommen werden, denen der herkömmliche Anzeigenteil der Zeitung für ihre Zielgruppe nicht geeignet erscheint.“

An der Qualität dürften die Verlage nicht sparen, mahnte Bauer, die Zeitung dürfe nicht schlechter werden oder weniger umfassend berichten: „Dadurch würden sie ein hohes Risiko laufen, dass sich Leser von der Zeitung abwenden.“ Deshalb müssten auch die Lokalredaktionen erhalten und möglicherweise sogar multimedial ausgebaut werden. „Regionalzeitungen erreichen ihre Leserbindung doch vor allem dadurch, dass über das Lokale umfassend berichtet wird. Ich will damit nicht sagen, der Mantel oder die überregionale Berichterstattung seien weniger wichtig. Aber die Zeitung definiert sich über das Lokal-Regionale.“

Eine Gefahr wie in den USA, wo selbst große Zeitungen in ihrer Existenz bedroht sind, sieht Bauer in Deutschland nicht. „Denn hier ist in den vergangenen Jahren viel getan worden. Die Produkte haben sich deutlich verbessert, die Technik wurde rationalisiert, die Zustellung am frühen Morgen funktioniert, und das bei auskömmlichen Preisen. 70 Prozent der Deutschen lesen jeden Tag eine Zeitung.“ Die Verlage entwickelten sich zu multimedialen Anbietern, Fusionen und Kooperationen eröffneten die Chance, Kosten zu senken und Angebote zu verbessern.

Die Meinungsvielfalt sei dadurch nicht bedroht, meint Bauer: „Ich glaube, der Begriff vorherrschender Meinungsmacht ist einer aus vergangenen Tagen, als man als Bürger nur wenige Medienangebote hatte. Heute ist die Welt voller Informationen - Nachricht und auch Meinung - und man kann sich der Vielfalt von angebotenen Meinungen gar nicht entziehen.“

zurück