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17. November 2000 | Digitales

Nielsen Netratings veröffentlicht erstmals Zahlen für Deutschland

Mittlerweile ist es technisch einfach, die Nutzer bei ihren Reisen durch das World Wide Web genau zu beobachten und festzustellen, ob mehr Junge oder Ältere, mehr Männer oder Frauen ein Angebot nutzen oder welche Werbebanner am häufigsten angeklickt werden. Schwieriger sei es aber, sagte Robert Fischer, Verkaufs- und Marketingdirektor beim Internet-Markforschungsunternehmen AC Nielsen E-Ratings.com, genügend Panel-Teilnehmer zu finden: "Das ist besonders in Deutschland ein Problem. Fragen wie nach dem Gehalt - in anderen Ländern durchaus üblich - haben wir hier erst gar nicht gestellt." In anderen europäischen Ländern sei es viel leichter, an antwortbereite Verbraucher zu kommen. Insgesamt habe Nielsen Netratings, der Internet-Service von E-Ratings, zurzeit 53.000 Webnutzer in Europa und 175.000 weltweit unter Beobachtung, davon aber nur 2735 Deutsche. Ziel ist es, ein deutsches Panel von 8.000 Nutzern aufzubauen, die regelmäßig online beobachtet werden. Auch wenn das deutsche Panel noch nicht die gewünschte Größe erreicht hat, liefert Nielsen Netratings erste Daten: Mehr Männer als Frauen gehen in Deutschland ins Netz. Sie sind eher älter als 35 Jahre. Die beliebteste Netzseite ist T-Online, aber Yahoo.de und Yahoo.com sind zusammengenommen fast ebenso stark gefragt. Im Schnitt wählt sich der Deutsche 16 Mal im Monat ins Internet ein und surft insgesamt weit mehr als acht Stunden pro Monat. Im Vergleich zu den Amerikanern geht der deutsche Internetnutzer zwar etwas seltener und kürzer ins Netz, dafür ruft er aber mehr Seiten auf, fanden die Forscher von Nielsen Netratings außerdem heraus. Für September wollen sie mit mehr Panel-Teilnehmern aussagekräftigere Daten vorlegen. Und im kommenden Frühjahr will das Marktforschungsunternehmen wie in den USA ein so genanntes Workpanel aufbauen. Dann soll auch das Nutzerverhalten am Arbeitsplatz erfasst werden. Unklar ist allerdings, ob deutsche Firmen das auch zulassen.

Quelle: Handelsblatt, 30.10.2000

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