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15. September 2014 | Allgemeines

Neue Umsatzsteuerregeln für Bundles

Pauschaler Gesamtverkaufspreis nicht länger zulässig

Themen: E-Paper, Vertrieb, Online, Abonnement

Das Bundesfinanzministerium (BMF) hat Anfang Juni 2014 zu der Frage der umsatzsteuerrechtlichen Behandlung von kombinierten Bundle-Angeboten der Verlage schriftlich Stellung genommen. Danach ist ein pauschaler Gesamtverkaufspreis nicht länger zulässig. Die Verleger hatten bereits im September 2013 eine entsprechende Eingabe eingereicht.

Im Vorfeld hatte es, berichtet BDZV-Geschäftsführer Jörg Laskowski, darüber hinaus auch ein Gespräch im BMF gegeben. Die Vertretung der Verlegerverbände habe bei den Vorsitzenden der BDZV-AG Steuern, Michael Biehl (Rheinische Post Verlagsgesellschaft, Düsseldorf) und Stephan Jordans (Verlag M. DuMont Schauberg, Köln) gelegen.

Der Sachverhalt: Für Zeitungen und ihre inhaltlich identischen E-Paper-Ausgaben - dies gilt auch für andere elektronische Produkte - gibt es unterschiedliche Umsatzsteuersätze: für Print den reduzierten Satz von sieben Prozent, für das E-Paper den Regelsatz von 19 Prozent. Gemäß der nun erfolgten BMF-Stellungnahme müssen die Verlage in ihren Bundles die unterschiedlich zu besteuernden Leistungen ausweisen. Es ist nicht zulässig, dass dem Kunden ein pauschaler Gesamtverkaufspreis in Rechnung gestellt wird. Hierbei sind die Verlage in ihrer Preisgestaltung frei, es gilt das zwischen den Vertragsparteien vereinbarte Entgelt. Somit unterliegt nur das elektronische Produkt dem regulären Mehrwertsteuersatz von 19 Prozent.

Viele Verlage gehen bereits entsprechend vor und bieten den Zugang zur E-Paper-Ausgabe den Print-Abonnenten zwar rabattiert an, fordern dafür aber ein gesondertes Entgelt. In diesem Fall tritt keine Veränderung ein. Anders bei den Verlagen, die ihren Print-Abonnenten das E-Paper bisher kostenlos überlassen haben. Will man keine steuerlichen Nachteile in Kauf nehmen, muss hier die Preisgestaltung entsprechend verändert werden.

Die BDZV-Mitgliedsverlage wurden mit einem Rundschreiben vom 10. Juni 2014 über die BMF-Stellungnahme informiert.

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