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12. März 1998 | Digitales

Neue Übertragungswege zum Online-Kunden

Schneller, einfacher oder preiswerter

Gegenwärtig steht eine Reihe von Übertragungstechniken vor der Markteinführung, die entweder dem Online-Nutzer einen schnelleren Netzzugang ermöglichen oder finanzielle und organisatorische Restriktionen wie Telefonkosten und Internet-Anschluß überwinden.

So hat ausgerechnet das Zweite Deutsche Fernsehen (ZDF) als erster deutscher Fernsehsender begonnen, Internet-Inhalte live zu übertragen. Dabei werden die Online-Inhalte von seiten des ZDF mit Hilfe der Intercast-Technologie auf die Fernsehsignale aufmoduliert, so daß sie mit einer Übertragungsrate von 20 KBit/s übertragen werden können. Auf seiten der Nutzer sind zum Empfang eine Steckkarte mit Antenne, ein handelsüblicher Browser (zum Beispiel Netscape oder Microsoft Explorer) und die Intercastsoftware von Intel notwendig. Damit können die Nutzer mit Hilfe der einmaligen Investition von circa 100 Mark für eine PC-Steckkarte kostenlos Online-Inhalte empfangen, ohne hierfür einen Internet-Anschluß zu benötigen oder gar während der Nutzung Telefongebühren zu bezahlen. Grundsätzlich läßt sich die Intercast-Übertragungstechnik auch für Hörfunk-Sendeeinrichtungen einsetzen, allerdings werden bei dieser Konstellation schlechtere Übertragungsraten erzielt.

Neben Intercast existieren zahlreiche andere Technologien, die ebenfalls die Datenübertragung schneller und einfacher gestalten und für ein Zusammenwachsen der TV- und Online-Welt sorgen. So betreibt die Deutsche Telekom gemeinsam mit dem Beratungsunternehmen Eutelis Consult einen Modellversuch, bei dem auf Basis des bestehenden Kupferleitungsnetzes mit Hilfe einer neuen Übertragungstechnik (ADSL) höhere Übertragungsraten bei der "last mile", das heißt der Zuleitung in die privaten Haushalte erzielt werden. Nach ersten Testläufen in Bonn, Köln und Düsseldorf ist als nächstes die Markteinführung für die Business-to-Business-Kommunikation in Nordrhein-Westfalen geplant.

Das Münchner Pilotprojekt Cyber City greift dagegen auf das bestehende TV-Breitbandkabelnetz zurück, das mit Hilfe eines Kabelmodems den Nutzern einen Highspeed Internetzugang ermöglicht. Welche Erwartungen die Anbieter der unterschiedlichen Technologien an den zukünftigen Markt haben, zeigt die Fülle von strategischen Zusammenschlüssen der jüngsten Zeit. So gaben vor wenigen Tagen die CompuServe-Tochter Sprynet und der Hersteller von Set-top-Boxen "WebSurfer" ihre strategische Partnerschaft bekannt, mit der Sprynet, Amerikas viertgrößter Internet-Provider, seinen Nutzern den Internet-Zugang über Set-Top-Boxen ermöglichen möchte. In den USA haben die führenden Online-Software-Anbieter Microsoft, Oracle und Netscape mit jeweils eigenen Allianzen mit Kabelnetzbetreibern und Herstellern von Set-top-Boxen sich bereits auf den kommenden Markt vorbereitet.

Quellen:

  • w & v Tickerabo 7.1.1998,
  • Frankfurter Allgemeine Zeitung 6.1.998,
  • news flash 1.98,
  • Diebold Deutschland GmbH,
  • Interaktive Internet-TV Dienste, Dezember 1997

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