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03. November 2005 | Allgemeines

Neue Produkte, neue Märkte

Hermann Balle und Staatsminister Schneider: Zeitungen sind innovativ und erfolgreich von BDZV und VBZV in München

Die Innovationskraft der deutschen Zeitungen würdigte der Vorsitzende des Bayerischen Zeitungsverlegerverbands (VBZV) und Verleger des „Straubinger Tagblatts“, Hermann Balle, beim Printgipfel anlässlich der Medientage München. Permanent würden neuen Produkte entwickelt, neue Märke eröffnet und neue Geschäftsfelder erschlossen, sagte Balle bei der gemeinsam vom Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) und VBZV ausgerichteten Veranstaltung. Die Zeitungen nutzten ihre starke Marke aber nicht nur, um als Verleger von Buch-, Musik- und Filmeditionen erfolgreiche Nebengeschäfte auszubauen, sie seien auch Postdienstleister und Anbieter mobiler Informationen

Ausdrücklich warnte der bayerische Landes­verbandsvorsitzende vor Eingriffen in die Presse­freiheit und erinnerte in diesem Zusammenhang an die umstrittene Durchsuchungsaktion bei dem Magazin „Cicero“. Auf der von der Menschen­rechtsorganisation Reporter ohne Grenzen ge­führten internationalen Rangliste der Pressefrei­heit sei Deutschland auf Platz 18 zurückgefallen, weit hinter die nordeuropäischen Länder Däne­mark, Finnland, Irland, Island, Norwegen und die Niederlande, aber auch hinter Neuseeland, Aust­ralien, Trinidad und Tobago oder Estland, Lett­land und Slowenien, beklagte Balle.

Deutliche Kritik übte der Verleger ferner auch an den Plänen der EU-Kommission, die Be­schränkungen für das so genannte Product-Pla­cement im Fernsehen zu lockern. Nicht nur das Fernsehen, sondern alle Medien würden an Wertschätzung in den Augen der Nutzer verlie­ren, wenn künftig Schleichwerbung erlaubt sei. Die hohe Glaubwürdigkeit der Tageszeitungen sei eine der wichtigsten Qualitäten des Mediums.

An die Politik richtete Balle den Appell, die Rahmenbedingungen für das Engagement des einzelnen Verlags neu anzupassen. Notwendig sei der Wegfall gesetzlicher Beschränkungen, die es dem jeweiligen Unternehmen derzeit unmög­lich machten, vertikale Strukturen von Print über Online bis hin zu eigenen Hörfunk- und Fernseh­stationen zu realisieren.

Zuvor hatte auch der bayerische Kultusminister Siegfried Schneider in seinem Grußwort die Su­che der Zeitungsverlage nach Erlösquellen jen­seits des Kerngeschäfts ausdrücklich gelobt. Dadurch werde die Unabhängigkeit der Redaktio­nen gestärkt. „Ich bin zuversichtlich, dass die Verlage die vielen Herausforderungen meistern“, sagte der Staatsminister, der in Vertretung des Leiters der Staatskanzlei, Erwin Huber, den Print­gipfel eröffnet hatte. Schneider würdigte insbe­sondere das Engagement der Zeitungen bei ihren Leseförderungsprojekten in den Schulen. Dies solle in den kommenden Jahren möglichst noch intensiviert werden.

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