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14. Januar 2004 | Allgemeines

Neue Preisstruktur bei der Deutschen Presse-Agentur

Walter Richtberg: Dienste finden hohe Akzeptanz

Die Deutsche Presse-Agentur (dpa) ist mit einem veränderten Preismodell für Medienkunden in das Jahr 2004 gestartet. Durch verschiedene Rabatte werde eine Kostenentlastung von rund 3,3 Millionen Euro an den Markt weitergegeben, teilte der Vorsitzender der dpa-Geschäftsführung, Walter Richtberg, nach einer außerordentlichen Gesellschafterversammlung Mitte Dezember in Hamburg mit. Eine Umfrage bei Gesellschaftern und Chefredakteuren habe, so Richtberg, eine „hohe Akzeptanz“ für das gegenwärtige Angebot der Agentur gezeigt.

Mit der neuen Preisstruktur reagiert die dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH auf die anhaltend schwierige wirtschaftliche Situation der Medienbranche. Vor allem größere Zeitungen haben künftig zusätzliche Einsparmöglichkeiten. Die durch das Wegbrechen der Anzeigenerlöse gekennzeichnete Krise der Medienbranche hatte 2003 auch dpa in „zunehmend schwieriges Fahrwasser gebracht“. Gesellschafter – und meist auch Kunden – der Agentur sind 195 Verlage und Rundfunkgesellschaften. Über das neue Preismodell war in den vergangenen Monaten intensiv beraten worden.

 

Nach den Ausführungen Richtbergs kann sich eine große Zeitung in Zukunft um bis zu 18 Prozent bei den Kosten des Basisdienstes entlasten. Weiter prognostiziert der Geschäftsführungsvorsitzende, dass die dpa wegen des Umsatzrückgangs und nicht vermeidbarer Kündigungen 2004 rote Zahlen schreiben werde. Er rechne aber für 2006 wieder mit einem ausgeglichenen Ergebnis. 2002 hatte die Agentur bei einem Umsatzrückgang von 0,4 Prozent auf 106,2 Millionen Euro noch einen Überschuss von 2,2 Millionen Euro erzielt.

Bestandteil dieses künftigen Preismodells sind deutlich höhere Auflagenrabatte für größere Zeitungen sowie ein höherer Nachlass bei mehrjährigen Abonnementverträgen. Außerdem gibt es für Zeitungen Wahlmöglichkeiten beim Bezug von Namensberichten von Korrespondenten im Basisdienst sowie einen Kombinationsrabatt für Rundfunksender. Dafür entfallen nach Aussage von Richtberg die Rabatte bei den hochdefizitären Landesdiensten. „An der Qualität und der Leistungsstärke von dpa wird sich nichts ändern“, versicherte Chefredakteur Wilm Herlyn. Die Redaktion habe schon in der Vergangenheit gezeigt, wie intelligent gespart werden könne. Unter anderem war 2003 durch eine Strukturreform in der Fläche eine Hierarchieebene in den Landesbüros komplett eingespart worden (BDZV intern berichtete).

 

Eine Umfrage der ZMG Zeitungs Marketing Gesellschaft im Vorfeld der außerordentlichen Gesellschafterversammlung hatte nach Aussage von Richtberg ergeben, dass 87 Prozent der dpa-Gesellschafter eine starke deutsche Nachrichtenagentur mit einem kompletten Angebot auch künftig für wichtig halten. Aufgrund dieser äußerst positiven Bewertungen werde dpa daher keinen der heute angebotenen Dienste einstellen, das gelte auch für das Ausland.

 

Internet: www.dpa.de

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