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26. November 1997 | Digitales

Neue Koalition beim Digitalgeld

"Cyber Coins" gegen "eCash"

Bayerische Vereinsbank, Hypobank und West LB haben sich in der Frage der elektronischen Zahlungssysteme den Vorreitern Dresdner Bank und Sachsen LB angeschlossen. Gemeinsam mit einigen Sparkassen wollen die Geldinstitute die sogenannten "Cyber Coins" des amerikanischen Unternehmens "Cyber Cash" als Standardzahlungssystem für den Handel im Internet etablieren.

Damit wurde die Deutsche Bank, die sich auf das Konkurrenzprodukt "eCash" des Unternehmens "DigiCash" konzentriert, faktisch isoliert.

Cyber Coin funktioniert nach dem Prinzip einer elektronischen Geldbörse, bei der der Kunde seine Bank beauftragt, einen Geldbetrag auf das Cyber Coin-Konto zu überweisen. Die Bank belastet im Gegenzug das reguläre Bankkonto des Kunden und schickt ihm eine Mitteilung über seinen Cyber-Kontostand zu. Mit dieser Mitteilung über das Cyber Coin-Konto kann der Kunde anschließend Waren im Internet kaufen. Bevor die Händler die Cyber-Cash-Zahlweise kontrollieren, können sie die Guthaben-Mitteilung bei Cyber Cash auf ihre Echtheit überprüfen lassen.

Da ein solches Zahlungssystem sich erst dann durchsetzen wird, wenn eine kritische Masse, das heißt eine ausreichend große Nutzerzahl erreicht wird, ist es von Vorteil, daß mit dem Cyber Coin System anonyme Transaktionen möglich sind. Die Möglichkeit des anonymen Online-Einkaufs ist die Voraussetzung für eine breite Akzeptanz der Nutzerschaft.

Quelle: Blick durch die Wirtschaft 17.11.1997

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