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06. Dezember 2013 | Allgemeines

Neue Ideen für das lokale Geschäft

„Lokalkongress“ von BDZV und ZV-Akademie

„Das Lokale hält die Gemeinschaft zusammen und bietet den Zeitungen die Chance, der Moderator des Zusammenlebens zu sein“, sagte der Psychologe Heinz Grüne vom Kölner Rheingold Institut in seiner Keynote. Heimat sei nicht mehr an einem Ort gebunden, sondern heute eher eine Haltung. Rund 90 Teilnehmer informierten sich am 26. und 27. November 2013 in Köln beim ersten Lokalkongress von BDZV und der ZV-Akademie.

Weitere Erkenntnis der Konferenz: Zeitungen positionieren sich immer stärker als Full-Service-Agentur. Pia van de Lageweg, Leiterin Online-Verkauf bei MVR Media Vermarktung Rheinland (unter anderem „Kölner Stadt-Anzeiger“), präsentierte eine Kampagne, die für DB Regio crossmedial umgesetzt wurde. So erhielt der Kunde Mo-tive, Mediaplan, Landingpage und digitale The-menwelten aus einer Hand. Van de Lageweg betonte: „Alles Zusatzerlöse, keine Umschichtun-gen.“ Auch bei Russmedia in Schwarzach (Österreich) ist der Agenturgedanke verinnerlicht. „Wachstum ist nur über Zusatzprodukte möglich, zum Beispiel über Sonderseiten, Imageprodukte oder neue Features“, sagte Gerold Riedmann, CEO von Russmedia Digital. Ziel sei es, „zur Datenbank der Region zu werden“. Dazu werde eine Zweimarkenstrategie verfolgt: www.Vol.at als Newsportal und die "Ländle"-Gruppe für die Rubrikenmärkte.

 

„Nischen besetzen“, lautet eines der Erfolgsrezepte, das von immer mehr Verlagen verfolgt wird. So hat der Verzeichnisdienstleister „Müller Medien“ aus Nürnberg inzwischen viele erfolgreiche Verticals im Porfolio. Dazu zählen beispielsweise Anwalt.de, Steuerberater.net oder Blauarbeit.de. Auch bei der „Saarbrücker Zeitung“ geht man diesen Weg: Christian Lauer, Geschäfts-führer Saarbrücker Verlagsservice, stellte das Genussportal finerio.de vor, das bereits bei fünf Zeitungstiteln eingesetzt wird und weiter expandiert. „Denn Gastronomen sind zunehmend genervt von Online-Portalen, bei denen sie keinen Ansprechpartner haben.“ In diese Schwachstelle sei das Verlagshaus gestoßen.

 

Die Verlagsgruppe Rhein-Main startete im November ein Gratisblatt für Migranten. „Mensch! Westend“ wendet sich einmal monatlich an die Bewohner des Wiesbadener Stadtteils Westend, in dem fast jeder Zweite einen Migrationshintergrund besitzt. Chefredakteur Erdal Aslan erläu-terte, dass die Artikel einfach und kurz gehalten werden und mit viel Bildern versehen sind. 80 Prozent der Anzeigen der ersten Ausgabe kommen von neuen Kunden. Die Anzeigenpreise wurden dem Stadtteil angepasst (siehe mehr dazu im Artikel auf Seite 7).

 

Wie die Zeitungsbranche verändert sich auch das Geschäft der Außenwerber. Udo Müller, Vorstand Ströer Media AG, erläuterte, wie die Digitalisierung bei der Außenwerbung Einzug hält. „Die Litfasssäule ist ein aussterbender Dino-saurier.“ Der Trend gehe zu beleuchteten Werbe-flächen.

 

In der Start-Up-Session präsentierten Jungunternehmer ihre Konzepte und machten den Verlagen Kooperationsangebote. Morten Hartmann präsentierte die Flohmarkt-App Stuffle. Nutzer können in wenigen Schritten standortbasierte Kleinanzeigen aufgeben, die aus einer Über-schrift, einer kurzen Beschreibung und dem ge-forderten Preis bestehen. Dorothea Utz erläu¬terte Streetspotr - eine App, die Minijobs vermit¬telt. Die Aufgaben bestünden darin, Gegenstände oder Orte zu fotografieren, Informationen über Produkte zu sammeln oder beispielsweise Store-Checks durchzuführen. Ist der Auftrag erfüllt, überweist Streetspotr das Honorar auf das Pay-Pal-Konto des Nutzers.

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