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13. Mai 1998 | Digitales

Neue Allianzen bei Internet-Fernsehen

Markt der Übertragungstechnik und Endgeräte gerät in Bewegung

Durch die Kooperation zwischen den beiden führenden Unternehmen der PC-Industrie, Intel und Microsoft, gewinnt die Entwicklung neuer TV-ähnlicher Online-Übertragungstechniken an Dynamik. Dieser Trend wird durch weitere Allianzen zur Förderung der Breitband-Multimediadienste zusätzlich verstärkt.

Der Chiphersteller Intel und der Softwarekonzern Microsoft haben einen Kooperationsvertrag geschlossen, um die Verbreitung interaktiver TV-Funktionen in Personalcomputern zu fördern. Als erster Schritt soll das von Intel entwickelte Softwareprogramm Intercast in Microsoftprodukte integriert werden. Das erste derartige Produkt wird "Web TV" für Windows sein, voraussichtlich eine Funktion von Windows 98. Die Intercast-Technologie ermöglicht die Ausstrahlung von Online-Inhalten über eine Rundfunkfrequenz, so daß auf Seite der Nutzer kein Online-Anschluß mehr erforderlich ist, sondern lediglich eine Rundfunkempfangsantenne in den PC integriert werden muß. Rundfunkanstalten wie etwa das Zweite Deutsche Fernsehen (ZDF) können mit dieser Technologie ihre Online-Inhalte einer breiten Zielgruppe zur Verfügung stellen, da von Seiten der Nutzer keine Telekommunikationsgebühren bezahlt werden müssen.

Web TV, ein Tochterunternehmen von Microsoft, inzwischen einer der führenden Internet-TV-Service-Provider in den USA, möchte noch 1998 seine Aktivitäten auf Europa ausdehnen. Voraussetzung für den Erfolg dieser Technologie ist ein ausreichendes Angebot an Endgeräten, das derzeit durch die Set-Top-Boxen von Sony und Philipps abgedeckt wird. Um künftig einer breiteren Konsumentenschicht den Zugang zum Internet via Fernsehgerät zu ermöglichen, haben der Elektronikkonzern Grundig und das Gemeinschaftsunternehmen von Metro und Debis: "Primus-Online" eine strategische Allianz zur Förderung des Internet-TV gegründet.

Eine weitere Innovation im Bereich der Internet-TV-Übertragungstechnik konnte die Deutsche Telekom am Rande der CeBIT vermelden. Gemeinsam mit der Pios Computer AG möchten die beiden Unternehmen künftig das von der Telekom entwickelte "Broadcast on TV " (BOT) vermarkten. Mit dem von Pios produzierten Endgerät können in der horizontalen Austastlücke des Fernsehsignals aufmodulierte Multimediadaten von bis zu 150 kilobit pro Sekunde von Kabel- oder Satelliten-Nutzern empfangen werden.

Eine Kooperation zwischen Content-Provider und Technologieunternehmen schloß die Nachrichtenagentur "Reuters", die gemeinsam mit der schweizerischen "Fantastic Cooperation" Breitband-Multimediadienste entwickeln möchte, die unter Ausnutzung der bestehenden Infrastruktur möglichst rasch eine weltweite Verbreitung finden sollen.

Quellen: multiMEDIA 11.04.1998,
netmultimedia Nr. 166,
w & V-Tickerabo 20.03.1998,
w & v-Tickerabo 8.04.1998, Handelsblatt 14.04.98

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