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01. März 2004 | Digitales

Nachrichtenagenturen entwickeln mobile Infodienste

dpa bei MINDS mit dabei / Vodafone führt UMTS ein / Geschäftsfelder für Verlage?

Fünf führende europäische Nachrichtenagenturen, darunter die Deutsche Presse-Agentur (dpa), entwickeln in einem Gemeinschaftsprojekt zukunftsweisende Informationsdienste für den Mobilfunk. Wie die dpa am 8. Januar 2004 in Hamburg mittelte, soll das von der EU geförderte Projekt MINDS (Mobile Information and News Data Services for 3G) dazu beitragen, die Attraktivität von Medienangeboten im neuen Mobilfunkstandard UMTS zu steigern.

Als erster deutsche Mobilfunkbetreiber bietet Vodafone seit dem 16. Februar 2004 UMTS-Datenkarten für Laptops und Notebooks an. Mobile Telefone sollen im Herbst folgen. Die Karte kostet 359 Euro. Für die Nutzung gibt es eine Flatrate von 60 Euro pro Monat inklusive 30 Stunden Internet-Surfen. Neben Vodafone haben auch T-Mobile, E-Plus und O2 eine deutsche UMTS-Lizenz. Es wird erwartet, dass sie zur CeBit Mitte März ebenfalls UMTS-Datenkarten anbieten.

Der neue breitbandige Mobilfunk-Standard erlaubt unter anderem die schnelle Übertragung von Videoinhalten. Ziel des MINDS-Projekts ist es, multimediale Angebote zu schaffen, mit denen Mobilfunkkunden jederzeit und überall einfachen Zugang zu Nachrichten haben – ob Schlagzeilen, Sportergebnisse, Börsenkurse oder Wettervorhersagen. Derzeit erschweren unter anderem unterschiedliche technische Standards und eine komplizierte Bedienung von Datendiensten auf dem Handy einen durchgreifenden Markterfolg neuer Mobilfunkangebote. Das Projekt soll hier zu einer deutlichen Vereinfachung beitragen.

Nach Einschätzung von Walter Richtberg, dem Vorsitzenden der dpa-Geschäftsführung, etabliert sich der Mobilfunk mit dem Markterfolg der Kamerahandys, dem bevorstehenden Start von UMTS und mit neuartigen lokalen Informationsangeboten zunehmend als eigenständiges Medienformat. „Für die Kunden der dpa, vor allem für die regionalen Zeitungsverlage, ergeben sich hier neue Perspektiven. Im MINDS-Projekt wollen wir gemeinsam mit Medien und Mobilfunkbetreibern zeigen, wie attraktive mobile Nachrichtenangebote der Zukunft aussehen können“, sagte Richtberg. Zu dem Konsortium unter Führung der dpa-infocom GmbH gehören die Nachrichtenagenturen ANP (Niederlande), APA (Österreich); MIT (Ungarn), sda (Schweiz), sowie die Ifra. Außerdem zählen der IT-Dienstleister arvato systems (Gütersloh), das Softwarehaus CoreMedia AG (Hamburg) sowie das Fraunhofer Institut für Offene Kommunikationssysteme (FOKUS, Berlin) zu den Partnern.

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