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02. August 2001 | Allgemeines

Nach Werbeschlachten Flaute in der Druckindustrie

Für 2001 kein Umsatzwachstum erwartet

Die deutsche Druckindustrie leidet unter der Werbeflaute. Im Schatten der allgemeinen Konjunkturschwäche stellt sich die Branche für 2001 auf Stagnation ein.

Hatten Werbeschlachten zwischen Mannesmann und Vodafone, Börsengänge der Telekom-Familie sowie das allgemeine Fieber an den Aktienmärkten der Druckindustrie 2000 noch ein Umsatzplus von 5,3 Prozent auf 34,6 Milliarden Mark (17,7 Milliarden Euro) beschert, wird "in diesem Jahr kein Wachstum" erwartet. Das prognostizierte der Bundesverband Druck und Medien (bvdm) am 26. Juli 2001 in Frankfurt am Main anlässlich seiner Jahrespressekonferenz.

Da die knapp 1900 Betriebe mit 20 und mehr Beschäftigten zu etwa zwei Dritteln vom Werbegeschäft abhängen, mache sich die allgemeine wirtschaftliche Abkühlung in der Druckindustrie besonders bemerkbar. Auch vom Export seien diesmal keine Impulse zu erwarten, sagte bvdm-Präsident Alexander Schorsch. Im vergangenen Jahr stieg das Auslandsgeschäft noch um 16 Prozent. Weniger Anzeigenblätter, Werbeschriften, Kataloge sowie rückläufige Auflagen von Wirtschaftsblättern werden die Ertragslage belasten. 2000 konnte die durchschnittliche Umsatzrendite auf 2,5 (2,0) Prozent vor Steuern gesteigert werden.

Auch bei der Beschäftigung kann das Ausnahmejahr 2000 nicht wiederholt werden. Eher sei mit weniger Stellen zu rechnen. Erstmals seit vielen Jahren wurden die Belegschaften 2000 wieder ausgeweitet, und zwar um 0,8 Prozent auf 136.723 Arbeitsnehmer. Positiv bewertete Schorsch die Zunahme der Ausbildungsplätze um 18 Prozent.

Sorge bereiten der Branche auch die stark gestiegenen Papierpreise mit Aufschlägen von bis zu 60 Prozent im vergangenen Jahr. Zwar sei der Höhepunkt des Preisauftriebs wieder vorbei, aber die gestiegenen Kosten hätten in den Preisen kaum weitergegeben werden können.

Anlässlich der Jahrespressekonferenz stellte der Bundesverband Druck und Medien seinen Jahresbericht "Die Druckindustrie als Mediendienstleister 2000" vor. Enthalten sind hier nicht nur die wichtigsten Zahlen und Daten der Branche sowie eine wirtschaftliche Prognose für das laufende Jahr 2001, sondern auch kurze Berichte über die technologischen Entwicklungen in den einzelnen Fachbereichen, neue Standards im Umweltschutz und die politischen Aktivitäten der Dachorganisation. Als nützliches Leporello liegt darüber hinaus die Ausgabe 2001 von "Die deutsche Druckindustrie in Zahlen" vor. Beide Publikationen sind zu beziehen über: bvdm, Biebricher Allee 79, 65187 Wiesbaden, Telefon 0611/ 803181, Telefax 0611/ 803281, E-Mail :sb@bvdm-online.de

Im Internet: www.bvdm-online.de

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