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17. Juni 2014 | Allgemeines

Mut zum Risiko, Bereitschaft zum Wandel

Rund 250 Verlagsentscheider debattierten bei der Zeitung Digital 2014 über Strategien, Geschäfte und Produkte

Seid bereit zum ständigen Wandel, seid bereit zum Risiko, macht Fehler und lernt daraus! Brian Sullivan, CEO Sky Deutschland hatte in seiner Keynote zur Eröffnung der Zeitung Digital 2014 einige grundsätzliche Botschaften an rund 250 Verlagsentscheider. Am 4. und 5. Juni diskutierten die Konferenzteilnehmer in Berlin über innovative Digitalstrategien.

Sullivan, der mit dem Bezahlsender in Deutschland eine Erfolgsgeschichte geschrieben hat (3,5 Mio. Haushalte, 6 Mio. Nutzer) führte aus, dass seine Strategie recht simpel sei: Alles für den Kunden! - Exklusivität und höchste Qualität beim Content, Differenzierung, konstante Innova­tion. Beim Kundenservice gewinne Sky zwar ei­nen Preis nach dem anderen, doch sei dieser tatsächlich erst auf kleinstem Niveau, so Sullivan mit Understatement.

BDZV-Vizepräsident und Vorstandsmitglied Axel Springer SE, Jan Bayer, würdigte in seiner Eröffnungsrede das im zurückliegenden Jahr enorm entwickelte digitale Engagement der deut­schen Zeitungsbranche. Paid Content Modelle und mobile Angebote seien beeindruckend aus­gebaut worden. Bayer rief dazu auf "die unsägli­chen Debatten" über "Print versus online" zu be­enden. Es gehe um Journalismus und um nach­haltige Geschāftsmodelle für die digitale Zukunft.

Paid Content wächst weltweit

Der Deputy CEO der WAN-IFRA, Larry Kilman bestätigte, dass die Bezahlkultur auf den Web­seiten der Zeitungen weltweit beeindruckend ge­stiegen sei. Im Vergleich zum Vorjahr habe sich die Zahl der bezahlten Internetangebote verdrei­facht. Die Zeitungen erreichten mittlerweile 50 Prozent der Internetnutzer.

Martin Hoffmann, Intendant der Berliner Phil­harmoniker, führte gleichermaßen inhaltsstark und launig aus, wie die große Orchestermarke die digitale Welt erobert - mit Paid Content. In der Digital Concert Hall bieten die Philharmoniker bereits seit sechs Jahren wöchentlich Live-Über­tragungen an. Es gebe bereits 15.000 Abonnen­ten weltweit, die das Angebot nutzten. Fazit: Nie waren die Philharmoniker so erreichbar wie heute.

Karl Vestli ("Aftenposten"), Marc Del Din (NWZ Digital) und Ralf Geisenhanslüke ("Neue Osnabrücker Zeitung") sprachen mit den Mode­ratoren Martina Lenk (Madsack Online) und Pe­ter Stefan Herbst ("Saarbrücker Zeitung") über Paid Content und unterschiedliche Möglichkeiten, Digitalkunden zu gewinnen.

Start-ups und Native Ads

Viele neue Inputs brachten die Einblicke von Jörg Rheinboldt (Axel Springer Plug and Play), Alexander Kudlich (Rocket Internet) und Katja Nettesheim (_MEDIATE) in erfolgreiche Start-up-Unternehmen. "Start-ups sprechen eine andere Sprache als Verlage. Beide müssen offen sein, die Sprache des anderen zu lernen", so Nettesheim. Verena Delius (Fox&Sheep) er­zählte eindrucksvoll von ihren Kinder-Apps – und machte deutlich, warum sie mit Apps für Null- bis Sechsjährige erfolgreich ist: „Weil bis zum sechsten Lebensjahr die Eltern entscheiden.“

Native Ads waren ein zentrales Thema in Vor­trägen und Expertengesprächen am zweiten Konferenztag. „Werbung muss klar erkennbar sein“, sagte Verleger Sebastian Turner ("Der Tagesspiegel").

Oliver Eckert (Tomorrow Focus Media), Medi­enjournalistin Barbara Geier und Frank Schmiechen (WELT-Gruppe) diskutierten über den Einsatz von Native Advertising. "Das ist kein vorübergehender Trend", prognostizierte Geier. "Leser können branded content erkennen", waren sich Schmiechen und Eckert einig.

Eindrucksvoll war der Vortrag von Guy Crevier, Präsident und Herausgeber der "La Presse": Crevier ist gegen Paywalls. Die kanadische Zei­tung setzt auf eine aufwendige Gratis-App - und hat Erfolg damit.

Spannende Zitate und Impressionen der dies­jährigen Konferenz finden Sie auf www.bdzv.de und auf Twitter (#ZD2014).

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