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15. November 2001 | Namen und Nachrichten

Motor-Presse: Keine Sanktionen der IVW

Nach dem Austritt der Vereinigten Motor-Verlage (Motor-Presse/Stuttgart) aus der Informationsgemeinschaft zur Messung der Verbreitung von Werbeträgern (IVW) sind aus Sicht der Bonn ansässigen Kontrollinstanz Sanktionen hinfällig geworden. „Sobald ein Mitglied ausgetreten ist, haben wir keinen Zugriff mehr“, sagte der Geschäftsführer der IVW, Michael Schallmeyer, Ende Oktober 2001 im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur. Die Motor-Presse, einer der größten Verlage für Spezialzeitschriften – wie „auto motor und sport“, „connect“ oder „Men’s Health“ – in Europa, hatte am 27. Oktober 2001 die Meldung von fehlerhaften Auflagen an die IVW für drei Quartale in den Jahren 2000 und 2001 zugegeben. Den betroffenen Anzeigenkunden solle ein Ausgleich angeboten werden. Der mit Wirkung zum 1. November 2001 erklärte Austritt aus der IVW wurde vom Verlag mit dem Vertriebswechsel begründet: Künftig wird der Vertrieb aller Titel vom Hamburger Verlagshaus Gruner + Jahr übernommen. Nachfolger von Motor-Presse-Geschäftsführer Frieder Stein, der das Stuttgarter Unternehmen zum 31. Oktober verlassen hat, ist Christian Delbrück, früher Vorstand Zeitschriften bei der Axel Springer Verlag AG, Hamburg/Berlin.

 

Bei Verstößen kann die IVW, wie Schallmeyer sagte, Verlage im schlimmsten Fall ausschließen. Andere Sanktionen – wie etwa Geldbußen – stünden dem Verband nicht zur Verfügung. Der IVW-Geschäftsführer bestätigte, dass bei allen 16 gemeldeten Titeln des Verlags Abweichungen in unterschiedlicher Höhe bei der Auflage festgestellt worden seien. Die IVW wurde 1949 als Unterorganisation des Zentralverbands der Werbewirtschaft (ZAW) in Bonn gegründet. Derzeit hat sie über 1.800 Mitglieder, darunter mehr als 1.300 Verlage.

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