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25. Februar 2009 | Ausland

Mordfall Anna Politkowskaja: Angeklagte freigesprochen

Die Menschenrechtsorganisation Reporter ohne Grenzen (RoG) hat die russischen Behörden er­neut aufgefordert, die Ermittlungen im Mordfall Anna Politkowskaja fortzusetzen und die Tat lü­ckenlos aufzuklären. Anlass war der Freispruch von drei Angeklagten wegen Beihilfe zum Mord an der Journalistin am 19. Februar 2009 durch die Geschworenen des Moskauer Militärgerichts. RoG kritisierte „unvollständige Ermittlungen“, die „voreilig in einem Gerichtsprozess“ gemündet hätten. Zudem sei das Verfahren von „Unregel­mäßigkeiten, Ungereimtheiten und einem Mangel an Transparenz geprägt“ gewesen. Die Öffent­lichkeit wurde wiederholt von den Verhandlungen ausgeschlossen. „Der Fall ist noch nicht abge­schlossen“, erklärte Reporter ohne Grenzen. „Solange die Geldgeber der Tat nicht identifiziert sind und der Todesschütze noch auf freiem Fuß ist, ist es unmöglich, die Auftraggeber zu fassen und ihre Motive zu erkennen.“ Zugleich forderte die Menschenrechtsorganisation die russischen Behörden auf, „gegen das Klima der Straflosigkeit mit wirksamen Ermittlungsmaßnahmen und effi­zienten juristischen Verfahren vorzugehen“. Russland steht auf der aktuellen RoG-Rangliste zur Lage der Pressefreiheit auf Platz 141 (von insgesamt 173 Staaten). Seit März 2000 sind hier 23 Journalisen ermordet worden.

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