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23. Oktober 2002 | Allgemeines

Mobiles Internet 1: Zeitungen in guter Position

Angebote müssen kostengünstig, schnell und zuverlässig sein

Das mobile Internet und mobile Inhalte sind die natürliche Weiterentwicklung von Off- und Online-Inhalten. Aus Sicht der Leser, Nutzer und Werbungtreibenden ergänzen diese Angebote einander. Und angesichts der aktuellen technologischen Entwicklung bleibt den Verlagen auch noch ausreichend Zeit, in diesen Markt einzusteigen. So schätzt Guido Kamann von Cap Gemini Ernst & Young (Zürich) die Situation ein.

Beim „Forum Zeitung“ anlässlich der Münchner Medientage am 17. Oktober präsentierte der Berater in einer Keynote zur anschließenden Podiumsdiskussion zunächst die inhaltlichen und technischen Voraussetzungen für mobile Inhalte. Danach sind beispielsweise Zeitungen text- und bildorientiert und bieten auf begrenztem Raum Orientierung und Analyse. Online-Inhalte ermöglichen die ständige Aktualisierung unter Zuhilfenahme von Video- und Audiomomenten bei unbegrenzter inhaltlicher Tiefe und Raum. Mobile Inhalte schließlich erlauben den lokalisierten und personalisierten ständigen Überblick, begleitet von Alarm- und Trigger-Funktionen.

 

Dies alles ist, machte Kamann weiter deutlich, bereits mit heutigem technologischen Stand möglich. Dagegen rechne er mit erheblich erweiterten UMTS-Anwendungen erst für das Jahr 2006, wenn schätzungsweise rund 60 Prozent der Handy-Nutzer mit entsprechenden Endgeräten ausgestattet seien.

 

Der Berater veranschlagte das gesamte Marktvolumen für 2006 auf 17 Millionen Euro, davon rund neun Millionen Euro für Inhalte und Dienste (2002: 2,73 Millionen Euro, davon 2,36 Millionen für Inhalte und Dienste). Dabei seien die gefragtesten ortsgebundenen Dienste Stadtpläne/Navigation (49 Prozent), Verkehrsmeldungen (33 Prozent), Sonderangebote (32 Prozent), nächstgelegene Notfallapotheken (31 Prozent), nächstgelegene Geldautomaten (28 Prozent). Voraussetzung für den Abruf dieser Informationen sei allerdings, dass die Angebote kostengünstig, schnell, zuverlässig und besser als traditionelle Angebote (wie etwas Landkarten/Gelbe Seiten) gemacht würden. Zeitungsverlage seien hier aufgrund ihrer lokalen/regionalen Kompetenz gut positioniert, um diese Nachfragebedürfnisse zu bedienen.

 

Dabei empfahl Kamann, angesichts der zahlreichen Marktteilnehmer – wie Netzwerkbetreiber, Applikationsanbieter, Endgerätehersteller, Anwendungsentwickler, Inhalteanbieter – sich nicht auf eigene Entwicklungen zu kaprizieren, sondern Partnerschaften mit vorhandenen Anbietern einzugehen. Dann bestünden aus heutiger Sicht „limitierte finanzielle Erfolgschancen für Verlage“ auch beim Vertrieb mobiler Inhalte.

 

Download des Vortrags von Guidos Kamann (PDF-Dokument)

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