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19. Dezember 2008 | Digitales

Mit Videos das junge Publikum erreichen

BDZV Panel bei den Medientagen München

Themen: Bewegtbild, Junge Leser, Online

„Über 70 Prozent der deutschen Verlage zeigen derzeit bewegte Bilder im Netz. Doch die Auffassung über Nutzen, Anspruch und Qualität unterscheidet sich je nach Unternehmen ganz beträchtlich“, erklärte Annette Milz, Chefredakteurin „Medium Magazin“, bei den Münchener Medientagen. Milz moderierte das Panel „Local Heroes – innovatives Web-TV, neue mobile Zeitungswelten“, das der BDZV und der Verband Bayerischer Zeitungsverleger am 30. Oktober 2008 veranstalteten.

Panel 9.4,
Local Heroes – innovatives WebTV und neue mobile Zeitungswelten,
v.l.n.r.
Dr. Silke Springensguth, Geschaeftsfuehrerin DuMont Net, Koeln,
Robert Bosch, Managing Director Crossmedia Sales, Axel Springer, Berlin,
Moderation Annette Milz, Chefredakteurin MediumMagazin, Frankfurt a.M.,
Hans-Juergen Jakobs, Chefredakteur sueddeutsche.de, Muenchen,
Sonja Ettengruber, Gesamtleitung idowa.de Mediendienste der Zeitungsgruppe Straubinger Tagblatt/ Landshuter Zeitung,
Medientage Muenchen 29.-31. Oktober 2008,
Werbewelt im Wandel -  Wert und Wirksamkeit in der digitalen Medienflut,
------------------------------------------------
[                      © (c) Uwe Voelkner / FOX                       
                       F o t o a g e n t u r   F O X  
info@fotoagentur-fox.de           Tel:    02266 - 9019 210
Vanitiy: 0700-FotoFoto              Mobil:  0171 - 5483 127               
Frielinghausen  69                     D-51789 Lindlar / Koeln
B a n k v e r b i n d u n g            Kto   7004   78 102 
P o s t b a n k  B e r l i n             BLZ     100 100   10   
Steuernummer:                          221/5125/0967     
Finanzamt                                 Wipperfuerth
USt-IdNr. :                                 DE182602653
Nutzung honorarpflichtig gem. gueltiger  MFM-Liste]Panel 9.4, Local Heroes – innovatives WebTV und neue mobile Zeitungswelten, v.l.n.r. Dr. Silke Springensguth, Geschaeftsfuehrerin DuMont Net, Koeln, Robert Bosch, Managing Director Crossmedia Sales, Axel Springer, Berlin, Moderation Annette Milz, Chefredakteurin MediumMagazin, Frankfurt a.M., Hans-Juergen Jakobs, Chefredakteur sueddeutsche.de, Muenchen, Sonja Ettengruber, Gesamtleitung idowa.de Mediendienste der Zeitungsgruppe Straubinger Tagblatt/ Landshuter Zeitung, Medientage Muenchen 29.-31. Oktober 2008, Werbewelt im Wandel - Wert und Wirksamkeit in der digitalen Medienflut, ------------------------------------------------ [ © (c) Uwe Voelkner / FOX F o t o a g e n t u r F O X info@fotoagentur-fox.de Tel: 02266 - 9019 210 Vanitiy: 0700-FotoFoto Mobil: 0171 - 5483 127 Frielinghausen 69 D-51789 Lindlar / Koeln B a n k v e r b i n d u n g Kto 7004 78 102 P o s t b a n k B e r l i n BLZ 100 100 10 Steuernummer: 221/5125/0967 Finanzamt Wipperfuerth USt-IdNr. : DE182602653 Nutzung honorarpflichtig gem. gueltiger MFM-Liste]Nach Auffassung von Hans-Jürgen Jakobs, Chefredakteur sueddeutsche.de, wird die Bedeutung von Videos weit überschätzt. „Videos sind nice to have“, aber keinesfalls zwingend, stellte er gleich zu Beginn fest. Die meisten Nutzer von Zeitungswebsites säßen im Büro, die Abrufzahlen für Videos seien schwach. Sinnvoll sei der Einsatz von Videos bei Themen, wo die „Kernleistung der Zeitung erweitert wird. Aber wir verheben uns, wenn wir RTL kopieren wollen.“ Videos ins Netz zu stellen, die wenig mit der eigenen Marke zu tun hätten, sei ein Irrweg. Sie raubten Energie und seien schon allein wegen der enormen Serverkosten ökonomisch unsinnig. Jakobs forderte die Branche auf, online nicht zu beliebig zu werden. „Wir sollten uns nicht zu Tchibo machen“, erklärte er.

Junge Leute wollen Bilder

Das stieß auf entschiedenen Widerspruch von Silke Springensguth, Geschäftsführerin DuMont Net (Köln). Videos eröffneten die Chance, die Realität umfassend zu vermitteln und ein junges Publikum zu erreichen. „Die jungen Leute wollen Bilder, weil das unterhaltsamer ist als lesen“, erklärte Springensguth. Exemplarisch sei die starke Nachfrage nach Videos im Ressort Sport. Videos müssten kurz und prägnant das darstellen, „was man im Schriftbereich nicht rüberbringen kann“. Die journalistische Nachricht bleibe aber bei allen Titeln der Kölner Zeitungsgruppe essenziell. Es gehe nicht darum, künstliche Formate zu kreieren: „Wir wollen nicht das Fernsehen ins Netz bringen.“ Allerdings müssten sich die Redaktionen mehr auf die neuen Erwartungen der Nutzer der Zeitungsangebote einstellen. Nutzer müssten ihre Infos dann vorfinden, wenn sie sie haben möchten. „Wir können nicht das, was wir im Verlag gelernt haben, ins Internet bringen“, warnte Springensguth. Das Nutzerverhalten habe sich geändert.

Leservideos wichtige Informationsquelle

Schützenhilfe erhielt sie von Robert Bosch, Managing Director Crossmedia Sales bei Axel Springer. Videos im Online-Auftritt seien ein Grund, warum „wir über Online neue Leser und damit neue Fans für unsere Nachrichtenmarke erreichen“. Mit Tausender-Kontakt-Preisen (TKP) von 20 bis 30 Euro sei auch das werbliche Umfeld von Online-Videos wirtschaftlich hochinteressant. Bei der Banner-Werbung seien solche Größenordnungen nicht erreichbar. Auch Leservideos seien „eine ganz wichtige Informationsquelle“. Allein im letzten Jahr hätten die Leser bei „BILD“ 16.000 Fotos abgegeben. Darunter habe sich auch die Aufnahme eines gerade eben abgewendeten Flugzeugunglücks befunden, die es bis in die Fernsehnachrichten schaffte und millionenfach angeklickt wurde.

Nicht allein auf Klicks setzen

Das sei durchaus legitim, erwiderte Jakobs, doch zu unterschiedlichen Marken gehörten eben auch unterschiedliche Nachrichten. „Klicks sind nur ein Anhaltspunkt, was ankommt. Wir dürfen aber nicht das Gefühl dafür verlieren, was aus objektiven Gründen wichtig ist, sonst würden Simbabwe oder Südafrika in den Nachrichten zum Beispiel überhaut nicht vorkommen.“ Jakobs` Überzeugung: „Das Portal mit der höchsten Reichweite wäre eine Unfallwebsite!“

Web-Dienstleistungen für Dritte

Eine klare Vorstellung vom Sinn der Videos im Internet hatte auch Sonja Ettengruber, Gesamtleitung idowa.de Mediendienste bei der Zeitungsgruppe „Straubinger Tagblatt“ / „Landshuter Zeitung“. Videos seien im Konzept der crossmedialen Vermarktung der Inhalte längst unverzichtbar. Die Leser erwarteten von dem lokalen Auftritt der Zeitung, dass er ihre Lebenssituation widerspiegelt, war Ettengruber überzeugt. Dazu gehörten Fotos von Versammlungen und Veranstaltungen in der Region ebenso wie Partnersuche oder andere Dienstleistungen, die nur lokal funktionierten. Man habe außerordentlich positive Erfahrungen mit dem Einsatz von Videos im Dienstleistungssektor gemacht – beispielsweise in der Partnersuche. Beim Format „Single Coach“ gebe es richtungsweisende Synergien mit örtlichen Partnern. Ettengruber räumte allerdings ein, Geld verdiene die Mediengruppe nicht unmittelbar mit ihren Online-Angeboten, sondern mit Web-Dienstleistungen für Dritte. „Wir geben unser Know-how an andere Kunden weiter.“

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